11.07.06 // 1. Webmontag in Trier

Am 10. Juli 2006 fand der erste Webmontag in Trier statt. Dabei war definitiv mehr „Business“ als bei anderen Webmontagen festzustellen.

Natürlich hat das auch seine Vorteile, wie kostenlose Getränke. Mir fiel das Wort „Businessmodell“ dann doch einmal zu oft.

Zudem hat der für Webmontage typische Zerfall in kleinere Gesprächskreise gefehlt, alles wurde im Plenum diskuttiert. Das lag sicher an der sehr stilvollen Location im Wissenschaftspark, die aber mit der Brotfabrik (Frankfurt) oder dem Kubrik (Karlsruhe) kaum mithalten kann. Mir persönlich kam der Netwoking/Socializing-Aspekt ein wenig zu kurz.

Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich gestern nicht wirklich einen guten Tag erwischt hatte, mein Vortrag zu den Mikroformaten war entsprechend auch nicht so toll.

Insgesamt gibt es also sicher noch Steigerungspotenzial, der Webmontag wird sich in dieser Region durchaus festsetzen und zu einem wiederkehrenden Event werden.

Bilder finden sich bei Flickr…

Kommentare ()

  1. Link zu diesem KommentarChristoph Lange

    11. Juli 2006, 13:12 Uhr

    Warum meinst du, dein Vortrag sei nicht gut gewesen? Ich (der Semantic-Wiki-Typ) fand ihn ziemlich gut, allerdings hatte ich auch vorher schon mal von Mikroformaten gehört. BTW, kennst du RDFa? (http://www.w3.org/TR/xhtml-rdfa-primer/) Das ist sozusagen die Synthese aus den bisherigen, recht umständlichen Semantic-Web-Formaten und den Mikroformaten. Vorteil ist meiner Meinung nach, dass man damit Dinge aus allen Lebensbereichen annotieren kann, wenn man nur im Hintergrund eine geeignete Ontologie hat. Davon gibt’s aber schon viele, und man muss eben nicht erst ein Mikroformat spezifizieren.

  2. Link zu diesem KommentarChristoph Lange

    11. Juli 2006, 14:49 Uhr

    ... und soeben habe ich den Wikipedia-Artikel zu Mikroformaten (http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroformat) begonnen. Ist aber noch unvollständig.

  3. Link zu diesem KommentarEric

    11. Juli 2006, 16:06 Uhr

    Hallo Christoph: Ich fand meinen Vortrag im Vergleich zum Webmontag in Karlsruhe weniger gelungen.

  4. Link zu diesem KommentarMichael

    11. Juli 2006, 18:45 Uhr

    Nicht doch – ich fand den Microfomat-Votrag interessant – und wollte eigentlich fragen, ob es Leute mit genug Geduld gibt, um ihren ganzen Text durchzuformatieren. :-)

    Aber mir ging es genau wie dir: Der Begriff “Business” fiel meiner Meinung nach einfach zu oft – ich dachte schon, ich sei mit dieser Meinung alleine. Vielleicht lags an der Location, vielleicht am Publikum, aber mir wirkte die ganze Sache etwas zu kommerzialisiert.

  5. Link zu diesem KommentarChristoph Lange

    11. Juli 2006, 20:37 Uhr

    @Michael: Wer Geduld zum Formatieren hat? Genau darum geht’s in der aktuellen Forschung zu semantischen Wikis: Zunächst mal macht man die Semantic-Web-Formate einfach (Mikroformate, Wikitext-Syntax), dann verteilt man die Arbeit auf viele Schultern (Wiki), baut Bearbeitungshilfen ein (WYSIWYG-Editoren, Autocompletion usw.) und belohnt den, der annotiert, sofort für seine Arbeit, indem man die hergestellten logischen Verbindungen sofort visualisiert (als Graph oder in Form neuer Navigationslinks).

  6. Link zu diesem KommentarPeter Landmann

    12. Juli 2006, 09:57 Uhr

    Das ist schon seltsam. Jetzt gibt es endlich eine Plattform, die versucht Antworten zu finden und dann stören sich eins, zwei Teilnehmer daran, dass man unter anderem auch darüber nachdenkt, wie man mit seiner Entwicklungsleistung Geld verdienen kann bzw. Anwendungen kreiert, die gebraucht werden und Nachfrage generieren. Ist es nicht gerade das, was wirklich bei aller Weiterentwicklung noch fehlt? Nach dem Motto: Klasse, wir haben die Lösung jetzt fehlt uns nur noch das Problem dazu! Na gut, wenn es euch lieber ist die Entwicklung als Hobby zu betreiben und das Einkommen vom Arbeitsamt zu beziehen…
    Mir ist es definitiv lieber, wenn es auch erlaubt ist im zweiten Schritt darüber nachzudenken, wie man Lösungen auch als Businessmodell nutzt. Das schafft Arbeitsplätze, Innovation und dient letztendlich uns allen. In den USA ist das völlig normal – nur im armen Deutschland scheint wirtschaftliche Entwicklung oder Business etwas Verwerfliches zu sein. Armes Deutschland.

  7. Link zu diesem KommentarMichael

    12. Juli 2006, 16:20 Uhr

    Ich störe mich nicht daran, dass das Thema Business angesprochen wurde, ich fand es als Student (und Nicht-Unternehmer) eben etwas überbewertet. Gerade beim Web 2.0-Hype ist etwas kritische Distanz ja wohl nicht zuviel verlangt.

  8. Link zu diesem KommentarEric

    12. Juli 2006, 16:41 Uhr

    Naja, lieber Peter, ich weiß ja nicht was dich zu deiner Aussage bewegt hat. Als Student habe ich bisher in meinem Leben keinen Cent vom Staat verlangt, weder vom Arbeitsamt noch vom Sozialamt.

    Ich finde es nur etwas zu verfrüht bei jeder kleinen Entwicklung von Businessmodellen zu sprechen. Gute Ideen verkaufen sich von alleine. Wer Dinge entwickelt und dabei zuerst ans Geldverdienen denkt kann genauso auf die Nase fallen wie der, der sich überhaupt keine Gedanken an die Finanzierung gemacht hat. Bei Webmontagen ging es bisher noch nie so ums Business, sondern um die Menschen hinter dem Business. Um die die ihre Freizeit in Projekte stecken. Das ist ein Aspekt, der völlig gefehlt hat. Auch die unterrepräsentierten Blogger sprechen in diesem Zusammenhang Bände (4/20 Teilnehmern).

    Der Webmontag als Businessplattform wird sich hoffentlich nicht durchsetzen, ich bin froh, wenn ich dort mit Kollegen sprechen kann, die wie ich sich führ “ihre Sache” einsetzen und nicht mit Leuten, die sich ausschließlich fragen wie man Geld aus den Sachen ziehen kann.

    Das hat mit Verwerflichkeit nix zu tun, auch Google entstand nicht mit der Idee eine Suchmaschine zu machen und mit der einen Haufen Geld zu verdienen. Zuerst war die Suchmaschine. Die war erfolgreich. Dann wurde nachgedacht, wie man daraus Gewinn schlagen kann. Meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit im “Web 2.0” erfolgreich zu sein.

    Und weil mir die Diskussion schon wieder zu weit geht mache ich das Thema zu.