10.10.06 // Journalistenbloggen ist schwer

Paul Hunter starb am 09. Oktober an Magenkrebs

Eins vorweg: Meine Arbeit macht mir Spaß, neben dem Studium wird bloggen weiterhin ein zentrales Element in meinem Leben sein. Manchmal wünschte man sich jedoch etwas anderes zu machen…

Als Blogger hat man es meist nicht leicht. Und neben diesem Blog, das ja eher persönliches und meine Sicht auf Webdesign-Dinge Preis gibt, habe ich ja auch das Snookerblog.

Dies ist ein journalistisches Blog und mein ganzer Stolz, weil ich da mein Bedürfnis nach recherchierten Texten zu einem bestimmten Thema nachgehen kann.

Oft war mein Blog die erste Anlaufstelle für Snookerfans, wenn es um aktuelle Informationen ging. Meine Reaktionsgeschwindigkeit ist meist schneller als die von den großen deutschen Snookerportalen. Das freut mich normalerweise.

Gestern Nacht jedoch erreichte mich die Nachricht von Paul Hunters Tod. Die BBC ist durch die geographische Nähe natürlich näher dran als ich das als Einzelperson jemals sein konnte.

Dummerweise war das die erste wirklich schlechte Nachricht, die ich in einen Blogpost packen musste. Damit hatte ich nicht gerechnet und war auch nicht darauf vorbereitet. Wie soll man sich auch auf so etwas vorbereiten, bitte?

Mir geht der Tod Pauls auch deshalb so nahe, weil er gerade fünf Jahre älter war als ich es heute bin. Er hat eine kleine Tochter, die im Dezember ein Jahr alt wird.

Es ist unheimlich schwer so etwas zu verdauen, gerade wenn man sieht wie er die Menschen begeisterte, verzauberte. Eine ganz große Persönlichkeit.

Die Trauer überwiegt.

Trotzdem zeigt es wie schnell Blogger reagieren können. Snookerblog-Leser wussten bereits gestern um 23.45 Uhr bescheid, Eurosport informierte erst um 10.38 Uhr heute morgen. Wenn es nur nicht zu solch einem traurigen Ereignis gewesen wäre.

Meine Gebete und mein Beileid gehen an seine Angehörigen. Wir trauern mit euch.

Kommentare ()

  1. Link zu diesem KommentarHeiko

    10. Oktober 2006, 11:10 Uhr

    Hab’s gerade eben erst bei Eurosport gelesen. Es gibt solche Meldungen täglich, manchmal nimmt man davon Notiz und manchmal ist man einfach nur erschrocken und geschockt, wie jetzt. Als Snookerfan werde ich ihn sehr vermissen, denn seine Art zu spielen hat einen an den Fernseher gefesselt. Als Mensch kann man den Hinterbliebenen leider nur sein Beileid aussprechen und Ihnen auf den weiteren Weg alles nur erdenklich Gute wünschen.

    Danke Paul!

  2. Link zu diesem KommentarOFFI

    12. Oktober 2006, 15:05 Uhr

    Oh man da surft man so durch die Blogwelt und stößt auf Deinen Blog hier. Vorweg erstmal. Eine tolle Seite hast Du hier aber als ich die Nachricht mit Paul Hunter gelesen hatte wurde mir ganz anders. Paul war für mich einer der größten Spieler überhaupt. Ich habe immer wieder gern zu gesehen im TV wie er gespielt hat. Und jetzt das. Wünsche den hinterbliebenden für Ihr weiteres Leben alles Gute dieser Welt.