02.01.05 // Leicht lernen

Von diesem Autor können sich viele Lehrkräfte etwas abschauen. Er vermittelt seinen »Stoff« pointiert, mit Witz, Charme und einer kleinen Portion Selbstdarstellung. Und dabei geht es um eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Alltagskultur: Der Rechtschreibung.

In seinem Buch »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod« zeigt Bastian Sick wie man Wissen vermitteln kann, ohne dass sich der Belehrte belehrt fühlt, ohne das Gefühl des erzwungenen Wissens. Im Gegenteil, spätestens nach dem dritten Kapitel »Krieg der Geschlechter« ist man den Geschichten, den Fallbeispielen verfallen.

Und das obwohl die Kapitel völlig unabhängig voneinander sind. Es ist ein Sachbuch mit dem Spannungsbogen eines Prosawerkes.

Dieser »Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache« ist die Sammlung der Spiegel-Online-Rubrik »Zwiebelfisch« und greift neben der Frage »Lebt denn d’r alte Genitiv noch?« auch die auf, ob es »lilane« und »rosane« Hosen gibt.

Deshalb meine Empfehlung für den Januar: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod von Bastian Sick und die Online-Kolumne Zwiebelfisch.

Kommentare ()

  1. Link zu diesem KommentarMichael

    2. Januar 2005, 14:07 Uhr

    Ich les Herrn Sicks Online-Artikel sooo gerne, hab aber nur selten Zeit dazu. Mist. Aber das Buch muss angeschafft werden :)