Würde Deutschland jährlich 26,7 Milliarden Euro mehr investieren, könnte es den Anteil am Bruttoinlandsprodukt auf 6,8 Prozent steigern – sehr zum Nutzen der wirtschaftlichen Entwicklung, wie Rodenstock hervorhob: »Bildung ist die entscheidende Stellschraube für Wohlstand in unserem Land.« Immerhin gehörten die besten sieben Pisa-Nationen zu den Top Ten beim Wirtschaftswachstum.
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Aus Sicht der bayerischen Wirtschaft muss mit den zusätzlichen Mitteln dringend die Qualität der Bildung verbessert werden. 30 Prozent der Studierenden brechen ihr Studium ab, kritisierte Rodenstock, und nur 19 Prozent eines Jahrgangs sind Akademiker (im OECD-Schnitt 26 Prozent). Außerdem müssten breitere Schichten an der Bildung beteiligt werden. »In über 35 Jahren ist der Anteil der Arbeiterkinder nur um ein Prozent gestiegen«, sagte Lenzen.
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»Die Krise muss erst noch schlimmer werden, damit die Bereitschaft zu radikalen Veränderungen wächst.« Quelle: Tagesspiegel Online über eine VBW-Studie
Kommentare ()
Name
30. Oktober 2004, 13:01 UhrHmm… sollte man vielleicht mal nachrechnen?
In der angegebenen Quelle (Tagesspiegel Online) steht auch noch:
»Bislang gibt Deutschland 1,5 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Bildung aus.«
Das BIP lag (Quelle: www.destatis.de) 2003 bei 2128,20 Mrd. Euro. 1,5% davon sind ca. 32 Mrd. Euro. Wenn dieser Betrag nun um 26,7 Mrd. Euro erhöht wird – wieso steigt der Anteil (der Bildungsausgaben am BIP) dann auf 6,8%?
Das BIP betrüge dann 2154,90 Mrd. Euro, davon 58,7 Mrd. Euro Bildungsausgaben, also rund 2,7%.
Wer kann mir erklären, wie Rodenstock gerechnet hat?
Eric
31. Oktober 2004, 15:27 UhrAn den (Prozent-)Zahlen scheint was falsch zu sein, aber das ändert nichts an der Grundeinstellung mehr Geld für Bildung ausgeben zu wollen. Ansonsten danke für die »Recherche«, nächstes mal vielleicht besser mit nem richtigen Namen, wäre nett.
Name
31. Oktober 2004, 18:12 UhrEric schrieb:
«... aber das ändert nichts an der Grundeinstellung mehr Geld für Bildung ausgeben zu wollen.«
Wie kommen sie darauf?
Die Studie wurde von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. finanziert. Dort wird zwar festgestellt, dass eine erheblich höhere Bildungsfinanzierung erforderlich ist, diese soll jedoch für Unternehmen weitgehend belastungsneutral gehalten werden.
Der Auftraggeber der Studie will also, dass ‘er’ (als Vertreter der Unternehmen) nicht mehr Geld für Bildung ausgibt, sonderen das andere mehr Geld in Bildung investieren.
Es müsste also eher heißen:
«... mehr Geld für Bildung ausgeben lassen zu wollen.«
(Der Zusammenfassung der Studie unter http://www.vbw-bayern.de/jsp/3501/Zusammenfassung_Band_II.pdf ist zu entnehmen, dass die Ausgaben für das Bildungssystem ca. 5.3% des BIP ausmachen. Hier hat der Tagesspiegel wohl geschludert.)
Eric
31. Oktober 2004, 19:05 UhrKlar, logisch, das habe ich missverständlich ausgedrückt richtig heißen muss es: »die Grundeinstellung, dass mehr Geld für Bildung ausgegeben werden sollte«.