Heute morgen um kurz nach 10 Uhr hielt ich es in meinen Händen: Ein neues MacBook. Im Folgenden ein Bericht wie es mir als Umsteiger erging.
Obligatorisches
Beim Auspacken fällt auf: Beim Mac ist alles schnörkellos. Klassisches weißes Gehäuse mit einem ausgestanzten Apfel. Herrlich. Ansonsten im Paket: iRemote, eine Mini-Fernbedienung sowie das Netzteil. Das fühlt sich ebenfalls sehr glat an und macht optisch was her. Besonderes Gimmick: Es verfügt über Aufrollhilfen, das Kabel kann so kompakt verstaut werden.
It’s all about the OS.
MacOS X.4 ist der Hammer. Auch wenn der „Leopard“ bereits angekündigt ist, der Tiger macht eine sehr gute Figur im Tank Notebook. Die Bedienung ist einfach, „Rechtsklick“ (durch berühren des Touchpads mit zwei Fingern) ist auch schnell eingestellt. Die Bedienung wirkt durchdacht. Etwas ungewohnt ist es noch, dass Programme, die über das – in Windows finale – X-Icon beendet werden im Hintergrund weiterlaufen.
Schnell mal alle Programme durchprobiert, GarageBand, Photo Booth und Konsorten. Der Gedanke „Doch nur ein Spielzeug!“ flitzt mir duch den Kopf.
Update Time
Naja, da ich kein USB-Modem habe (ja, immer noch habe – MacOS ist halt nicht wirklich Mainstream… und 56k-Modems auch nicht) habe ich mich entschlossen alle Programmempfehlungen und Systemupdates bei meinem Bruder herunterzuladen. Der hat DSL und da gingen auch die knapp 400MB Systemupdates ratzfatz.
Angetan hat’s mir für den Moment Adium, ein Mufu-ICQ-Client. Sehr cooles Interface. Die ungewohnte Installationsprozedur nötigte mir doch einiges ab, brach mehrmals mit einem unbekannten Fehler (-49) ab. Doch schlimmeres passierte nicht, nachdem ich alle Schritte nochmal langsam wiederholte (und verstand was ich tat) landeten auch OpenOffice.org, Firefox, Camino und andere Programme im Applications-Folder.
Zusammenfassung
Das MacBook überzeugt alleine durch seine Ausmaße und Ausstattung. Es ist um 1/3 kleiner und nur halb so dick wie mein altes Notebook (an dem ich jetzt sitze und diese Zeilen tippe – ich brauche ein Modem!). Dashboard Widgets sind sehr cool und nützlich. Etwas schade sind die wenigen USB-Ports (zwei) und das fehlende Modem (ja, ich komme nicht drüber weg). Auch das Netzwerk mit dem Windows PC wollte nicht so klappen. Da half noch nichtmal die Hilfe. Schlussendlich war es ganz simpel: Im Finder „Gehe zu“ > „Mit Server verbinden…“ (alternativ Apfel+K) und dann ins Textfeld „smb://computername“ eingeben. Fertig.
Übrigens habe ich zweimal Safari beendet als ich ein @ eingeben wollte und stattdessen Apfel+Q gedrückt habe. Am Mac ist die entsprechende Tastenkombination Alt+L.
Ach ja: Bilder gibt’s sobald ich sie habe bei Flickr :)
Kommentare ()
Nick Blume
8. August 2006, 21:24 UhrDas Modem wird doch eigentlich integriert, oder? Oder ist es nicht mehr dabei? Aber ansonsten Glückwunsch!
Beate
8. August 2006, 21:38 UhrIrgendwie sind die Stories von den Switchern fast immer gleich: ich hatte genau die selben Probleme ;)
@Nick: das Apple USB Modem geht extra, ist nicht mehr eingebaut.
Markus
9. August 2006, 17:22 UhrDu kannst mit dem Windows-PC ins Internet gehen, und eine Internetfreigabe erstellen, so dass dein Mac per Netzwerk über den Windows-PC ins Internet kann.
Praktisch habe ich das selbst noch nicht ausprobiert, ist vermutlich aber nicht weiter schwer.
Mathias
9. August 2006, 19:25 UhrDie wichtigste Frage, wurde irgendwie übergangen (oder bin ich zu doof?):
LOHNT es sich zu “switchen”? So als eingefleischter Windows-User…
Eric
9. August 2006, 22:06 Uhr@Markus: Das habe ich schon unter Windows nie verstanden :)
@Mathias: Das ist natürlich eine Geschmacksfrage. Ich habe mich bei der Benutzung von FlyakiteOS an den MacOS-Workflow gewöhnt.
(Habe mir dieses 56k-Modem mit Ethernet-Anschluss gekauft: devolo MicroLink 56k Fun LAN)
Mathias
9. August 2006, 23:01 UhrFlyakiteOS ist ja der Hammer! Ich muss mich fast schämen, dass ich das nicht kannte. Sag mal, funktioniert das gut? Lässt sich damit anständig arbeiten?
Ich muss mir den “Switch” immer wieder durch den Kopf gehen lassen. Ich seh’s jetzt schon kommen. Irgendwann kaufe ich mir so ein Ding :)
Wieso eigentlich Modem? Wohnst du in den Bergen oder so?
Eric
10. August 2006, 12:02 UhrNaja, hier im Umkreis liegen wir vergleichsweise relativ hoch, aber „in den Bergen“ ist dann doch was anderes :) Nein, hier gibt es einfach keine Breitbandanbindung, weder über DSL noch über Kabel oder sonstiges. Lediglich DSL via Satellit ist möglich aber das lohnt sich nicht.