Webstandards sind wichtig. Das haben viele kapiert, aber beileibe nicht alle. Deshalb rufe ich jetzt einfach einmal dazu auf euren persönlichen Helden der Webstandardsbewegung vorzustellen.
Einzige Voraussetzung: Publikationen auf deutsch.
Egal ob (We-)Blog oder Buchveröffentlichung, egal wie oft eine Aktualisierung stattfindet. Wichtig ist der Beitrag, den die Person der Webstandardsbewegung zukommen lies.
Um den eigenen „Held“ zu veröffentlichen reicht ein Weblogeintrag aus. Eine ausgefeilte Begründung wird natürlich auch gerne gesehen, seitenlange Abhandlungen sind jedoch nicht nötig.
Wäre nett, wenn möglichst viele Leute mitmachen würden, damit wir einen schönen Überblick über die Webstandards-Community haben. (Und wenn niemand mitmacht, dann binde ich es an ein Stöckchen und werfe es herum ;) )
Mein Webstandards-Held: Stefan Münz
Ich mache mal direkt den Anfang: Mein Held ist Stefan Münz. Mit seiner (X)HTML-Sammlung SELFHTML hat er den Grundstein für viele Webentwickler gelegt.
Durch seine Seiten mit (schon in Version 5 oder 6) großartigen Beispielen lernte ich beinahe sämtliche Grundkenntnisse. Und auch wenn mittlerweile das Projekt auf mehrere Schultern verteilt ist (die Personen, denen die Schultern gehören, sind hiermit auch ausdrücklich gelobt) hat Stefan doch den Startschuss für das Projekt gegeben.
Außerdem kommt er aus Rheinland-Pfalz :)
Kommentare ()
Dirk Ginader
20. September 2006, 16:55 UhrFinde ich Klasse, daß der gute Herr Münz hier mal berechtigte Würdigung erfährt. Genau wie bei Dir und bei mir haben wohl ein Großteil der Profis im deutschen Web bei SelfHTML das notwendige Grundwissen erworben. Auch von meiner Seite aus ein großes DANKE!
Tomas Caspers
20. September 2006, 17:08 UhrMichael Jendryschik, weil der so gut erklären kann. Björn Hörmann, weil der ein wirklicher Standardversteher ist.
Ansgar Hein
21. September 2006, 10:43 UhrJens Grochtdreis, wegen seines gesunden Pragmatismus und natürlich der Webkrauts. Michael Charlier, weil er Selbstverständlichkeiten kritisch hinterfragt und nie den bequemen Weg geht.
xwolf
21. September 2006, 12:20 UhrEhrlich gesagt, denke ich werden die Web-Standards beim W3C von irgendwelchen Sesselpfurzern gemacht, die von gewissen Firmen mit ihren kommerziellen Absichten dahin geschickt wurden; Die Leute haben dann oft kein echten Kontakt zur Praxis und zum echten Webworking!
Von daher wäre ein Webstandards-Held für mich jemand, der zwar die Standards (des W3C) kennt, aber weiss, wann sie wie anzuwenden oder wann sie zu ignorieren sind. Und wann man stattdessen lieber was eigenes, besseres macht, statt auf irgendwelche kontroversen Kompromiss-Ergebnisse zu warten.
Ein Held ist weder Fanatiker noch Theoretiker.
Wenn die Publikationen nicht auf Deutsch beschränkt wären, hätte ich Eric Meyer genannt..
Aber aus dem deutschen Bereich?
Ich schlag einfach mal Christian Kruse (http://wwwtech.de, http://ck.kennt-wayne.de/), den Entwickler des CForums vor. Alleine durch seine langjährige Arbeit an dem besten, standard- und usabilitykonformen Webforum im Netz und der Bereitstellung eben der Software als OpenSource erfüllt er die Vorraussetzungen voll und ganz.
Eric
21. September 2006, 22:36 Uhr@Ansgar: Jens steht bei mir auch ganz oben in der Liste, aber ich dachte mir schon, dass da jemand anderes auch noch drauf kommt.
@xwolf: Naja, die bestehenden Webstandards sind ja sehr benutzbar und beim XMLHttpRequest hat man sich auch sehr schnell auf die Implementation einer proprietären Technologie in die Standards geeinigt. Ähnlich könnte es mit den WebForms gehen, quasi als pragmatischer Zwischenschritt zu XHTML 2 mit XForms.
Christian war mir übrigens (zumindest nicht namentlich) bekannt, das schaue ich mir doch gleich mal an…
anne
21. September 2006, 23:37 Uhrfür mich ist neben herrn grochtdreis’ stetiger aufklärungsarbeit das YAML projekt von Dirk Jesse einer der grössten beiträge zur erfolgreichen verbreitung der standards, zumal er mit typo3 und xtcommerce geniale anknüpfungspunkte gefunden hat und ausserdem sogar ein herz für arme gestalter wie mich hat, die immer noch ab und an dreamweaver-rückfälle erleiden, wenn es schnell gehen soll.. auch wenn das buch zum framework erst in kürze erscheint und auch wenn er leider offenbar keine zeit hat, mailanfragen zu beantworten, wie übrigens auch gewisse andere besitzer von blogs, die mit Y anfangen..
Eric
22. September 2006, 00:00 UhrDu meinst damit aber nicht mich, oder? (falls doch, dann habe ich deine E-Mail wohl nicht gekriegt).
anne
22. September 2006, 00:31 Uhr..doch ;o) hab mal u.a. an dich eine anfrage aus karlsruhe nach webdesignern weitergeschickt, weil mein exkollege so verzweifelt drum gebeten hatte. erinnere mich dran, weil ich noch überlegt hatte, ob leimen da in der nähe is..
xwolf
22. September 2006, 07:54 Uhr@Eric: Ich meine damit eher die Standards, die nicht mit einem “X” im Titel anfangen… Da gibt es einige, die nicht unbedingt verständliche Teile enthalten.
Eric
22. September 2006, 09:20 Uhr@anne: Ganz ehrlich: Die hab ich nie gekriegt… Sowas…??? (Ich lasse mir manchmal Zeit beim Beantworten von E-Mails, ja. Aber kommentarlos löschen (oder archivieren würde ich sowas nie…)
@xwolf: Über Teile von Spezifikationen kann man natürlich immer streiten, wäre anders ja auch langweilig, oder?
Michel Balzer
22. September 2006, 15:35 UhrStefan Münz von SelfHTML und SelfHTML an sich. Gibt’s eigentlich schon »seit immer« und war seit dem auch immer gut :) In diesem Punkt stimme ich schon mal überein.
Björn Seibert, weil er mit Manuela Hoffmann dieses geniale Buch (Professionelles Webdesign mit XHTML und CSS) geschrieben hat und schon vorher auf seiner Website oftmals den Einstieg in die Webstandard-Welt vereinfacht und verbreitet hat.
Orlando
22. September 2006, 17:18 UhrDen Heldentitel gönne ich Stefan für die Zurverfügungstellung der Dokumentation ebenfalls. Auch ich habe mich mit SELFHTML – es wird groß geschrieben – in die Materie eingearbeitet (wer nicht?) und den Feinschliff im zugehörigen Forum erlitten. Meine Helden sind daher auch alle, die seine Intention verinnerlicht haben, sich in ihrer Freizeit ganz uneigennützig um die Probleme der Nachwuchskräfte zu kümmern und dafür nichtmal Trackbacks für’s Seelenwohl erhalten. ;-) Und ja, danke für die Blumen, das tut gut.
manuel
24. September 2006, 18:47 Uhrich find jens meierts artikel durchweg gut. ist eine der personen deren artikel ich in der regel alle nicht nur überfliege, sondern meist sogar noch mehrmals lese. lob an jens an dieser stelle von mir ;)