17.05.07 // Eric vs. Ego

Das Wort „Ego“ wird auch umgangssprachlich beschreibend verwendet, um einen Menschen von großer Selbstgewissheit zu kennzeichnen: „Er hat ein ausgeprägtes Ego“. Das bedeutet zunächst, dass ein Mensch sich seiner selbst, seines Wertes und eventuell seiner Bedeutung offenkundig sehr bewusst ist, kann aber ansätzlich negativ auch bedeuten, dass er sich einen zu hohen Wert zumisst.Wikipedia: Ego

Vielleicht ist es ja symptomatisch, dass mein Name in der Überschrift dieses Eintrages vorkommt. Jedenfalls muss ich feststellen, dass ich ein Problem mit meinem Ego habe.

Mein Ego, das ist das große runde Ding über meinem Kopf, das aussieht wie eine Wassermelone – zumindest in meiner Vorstellung. Und es pulsiert, so zwischen dunkelgrün und dunkelrot. Wenn es mir gut geht und Dinge klappen, dann ist das angenehm. Mein Ego hält mich dann ab Dinge zu tun, die ich ansonsten machen würde, über denen ich aber dann drüber stehe.

Manchmal aber, und das kommt in letzter Zeit häufiger vor, gibt es einen seltsamen Dualismus. Dinge, die mich stören, berühren, treffen lassen mein Ego – aus Selbstschutz? – anschwellen. Etwa auf die Größe eines Tennisplatzes. Und dann reicht eine Nichtigkeit, ein kleiner Anlass um dieses Ego zum Platzen zu bringen. Auf einmal ist mir alles egal, „ich stehe ja sowieso über den Dingen“, denke ich dann.

Ich verletze dann Menschen. Auch Menschen, die mir was bedeuten, die ich mag. Das ist ein wahrhaft asoziales Verhalten, ich erkenne mich dann selbst nicht mehr. Dieser unkontrollierte Ausstoß von Wut und Ignoranz befremdet mich. Ich weiß dann nicht mehr was ich tue. Ich tue aber und höre nicht auf.

Mein Ego öffnet mir oft Türen – z.B. am Freitag bei den Austrian Snooker Open in Wels, wo ich als Berichterstatter akkreditiert sein werde – aber meistens steht es mir im Weg. Besonders zwischenmenschlich. Ich muss das in den Griff bekommen. Ich hoffe ich bin lernfähig, ich glaube fest daran.

Und mit dieser hochunwissenschaftlichen Analyse entschuldige ich mich bei denen, die meine Ausbrüche schon aushalten mussten und trotzdem noch was mit mir zu tun haben wollen. Ihr seid so viel größer und besser als ich, danke! danke! danke!

04.01.07 // </Urlaub>

Hui, das ging jetzt echt schnell: Nach drei Wochen geht es morgen (Freitag) Abend wieder zurück zum Studium nach Wien.

Erholsam war’s eigentlich nicht, eher anstrengend. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass meine Mama sich in der ersten Woche noch im Krankenhaus befand. Zudem haben wir unser Wohnzimmer umgestaltet. Als ich am 16. Dezember nach Hause kam sah es noch aus wie Kraut und Rüben doch bis zum 24. war dann der Boden (Laminat) gelegt und tapeziert und gestrichen. Zudem hat mein Papa eine Schiebetür gebaut. Alles in allem viel Arbeit.

Möbel gab es keine, was uns dazu veranlasste am zweiten Weihnachtsfeiertag den ganzen Tag Wii zu spielen – so viel Bewegungsfreiheit hatte man noch nie…

Über Weihnachten war ich auch im Kino: Zuerst in Flutsch und weg… (65/100), dann in Liebe braucht keine Ferien (55/100) und schließlich in Eragon (12/100).

Kurzeinschätzungen: Flutsch und weg… ist ein ganz guter Trickfilm mit guten Pointen. Aber nichts Außergewöhnliches. Liebe braucht keine Ferien ist eine ganz passable Liebeskomödie. Leider sind die beiden Erzählstränge viel zu ungleich gewichtet. Das enttäuscht ein wenig. Eragon ist kein Film sondern eine Beleidigung. Jeder der Geld dafür bezahlt sollte enttäuscht sein.

Über Silvester und Neujahr war ich ein wenig ausgebrannt, weshalb ich das neue Jahr in trauter Gemeinsamkeit mit meiner Familie einschoss. Das Gefühl war weihnachtlich entspannt – endlich standen auch Möbel im Wohnzimmer…

Dienstag spielte ich Billard und Michael bestand darauf, dass ich hier veröffentliche, dass er mit 8:3 Spielen gegen mich gewonnen hat. Mittwoch zeigte ich mich in einer besseren Form und schaffte gegen Johannes wenigstens ein 6:7. Danach spielten wir Wii bis in die frühen Morgenstunden.

Leider bin ich kaum zum Lernen gekommen – von den 550 Seiten, die ich für Kommunikationswissenschaft lesen sollte, sind noch ungefähr 540 Seiten offen. Auch Aufgaben habe ich noch nicht wirklich gemacht. Dafür habe ich die Zeit mit meiner Familie genossen, das hat sich gelohnt. Vier Wochen wird jetzt noch mal so richtig reingehauen.

Am 15. Jänner ist übrigens ein Webmontag in Wien, nur zur Erinnerung!

24.12.06 // Fröhliche Weihnachten!

Ein wenig verspätet hier die alljährlichen Weihnachtsgrüße. Das Jahr geht sicherlich als eines der besten und erfolgreichsten bisher in meine persönliche Geschichte ein. Ich fühl mich im Moment einfach Pudelwohl.

Das mag an meinem Studium liegen (das gut, aber nicht hervorragend läuft – steigerungsfähig) und daran, dass ich mit vielen netten Menschen zusammen tolle Dinge fertig gebracht habe.

Das Missgeschick des Jahres war sicherlich der CSS-Reboot im Frühling. Mittlerweile bin ich mit dem was sich daraus entwickelt hat – und eigentlich nur als Notlösung dienen sollte – sehr zufrieden.

Letztendlich habe ich mich persönlich – nicht nur durch den Umzug nach Wien – weiterentwickelt und neue Freunde gefunden. Ich hoffe, das das nächste Jahr so arbeitsreich und Interessant wird wie dieses. Am 15. Januar findet der zweite Webmontag Wien im Metalab statt, was einen guten Einstieg ins neue Jahr verspricht.

15.11.06 // Befindlichkeitsupdate

In vier kurzen Wochen, genau am 15. Dezember werde ich mich auf den Nachhauseweg machen um meine Weihnachtsferien zu geniesen.

Da es jetzt ja doch schon eine ganze Weile her ist, dass ich über etwas persönliches geschrieben habe nun ein paar Neuigkeiten aus dem schönen Wien.

Zuersteinmal: Es geht mir gut.

Die Wiedereingliederung in das gesellschaftliche Leben hier ist weitestgehend geglückt, ich knüpfe – für meine Verhältnisse – sogar ziemlich viele Kontakte und kann auch ansonsten zuversichtlich sein.

Die Uni ist schwer und zeitaufwändig. Meistens schwerer und zeitaufwändiger als man sich das selbst eingestehen will. So kommt es durchaus vor, dass man – wie heute – denkt, dass man die Aufgaben fertig bekommt, aber dann doch resigniert und fürs nächste mal Besserung (und Arbeit am Wochenende) gelobt.

Aber ich möchte mich nicht zu sehr beschweren, es läuft ja ganz gut. Wenn das Studium keine Anforderungen an meine Disziplin stellen würde wäre ich hier fehl am Platz. Also keine Nängereien.

Das ist bei guten bis sehr guten Werten im Programmieren und auch in Mathe auch garnicht nötig. In TGS (also „Technische Grundlagen und Systemsoftware“) habe ich allerdings noch das ein oder andere Verständnisproblem. Hier sollte es aber helfen Tutorien aufzusuchen. Medientechnologie ist wirklich viel. Aber auf meinen ersten Hausaufgabenvortrag habe ich auch 100 Punkte bekommen. Das Umrechnen zwischen RGB, CMY, CMYK und YCrCb schockte mich aber sowieso nicht so wirklich.

Aber jetzt gehts um Musik. Also genauer gesagt um Audiodaten. Und das ist ein Thema mit dem ich mich so gar nicht anfreunden kann. Wenn es um Bilder geht kann ich aber sicherlich wieder punkten. (Das schulische System schränkt mich zwar ziemlich ein, dafür bleibe ich aber eher am Ball als ich das sonst gemacht hätte – es hat alles seine Vor- und Nachteile.)

Mittlerweile habe ich auch das mit dem Kochen im Griff. Wo es zu Anfang nur Pasta oder Reis und Tomatensoße gab mischt sich jetzt immer auch mal das eine oder andere andere Gericht hinein. Letztens habe ich mir sogar „Gebreedelde unn Worschtsalad“ (Bratkartoffeln und Wurstsalat) gemacht – und es hat geschmeckt!

Im Übrigen werde ich in letzter Zeit vermehrt gelobt, ich weiß aber auch nicht woran das liegt. Das geht so mit so banalen Dingen wie „Wenn er kocht, dann sieht das immer so lecker aus.“ über „Du bist so intelligent.“ zu „Eric ist ein toller Mann.“ — Auch wenn ich da nie widersprechen würde fällt es mir in letzter Zeit gehäuft auf.

Nächste Woche, am 24., werde ich 23. Verdammt alt. Aber wahrscheinlich auch verdammt zufrieden.

Das letzte Jahr war eines der Besten, wenn nicht das Beste, das mir bisher untergekommen ist. Da war der Zivildienst, eine Sache, die unheimlich Spaß gemacht hat und mich geprägt hat. Da war die Fahrt in die Schweiz nach Zofingen um mir Snooker vom Feinsten anzuschauen. Da war die Entscheidung nach Wien zu ziehen mit allen Konsequenzen. Und dann sind da noch meine Webseiten, die mir einiges an Arbeit abverlangen, sich aber mittlerweile sehr lohnen. Und die Arbeit mit und an den Webkrauts. Die Webmontage, die auch im November Geburtstag haben und die Webworker näher zusammengebracht hat.

Nicht unerwähnt bleiben sollen meine Freunde. Sie sind wahrscheinlich sowieso die einzigen, die den Artikel bis hier her lesen. Danke euch für die schönen Stunden. Vor allem für’s nächtliche GameCube-FIFA-Zocken.

Hach, tolle Eindrücke. Aber bevor es jetzt allzu sentimental wird, das ist ja schon ein vorgezogener Jahresrückblick, möchte ich auch aufhören und euch in euren wohlverdienten Tag entlassen.

26.07.06 // Sommerloch-Stöckchenparade 2.0

Franziska Mälzer von der Netzspielwiese hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Es geht um Informationen rund um dieses Weblog. Und das sie mir das Stöckchen wegen meiner Podcasts zuwirft löst ein leichtes Schuldgefühl ob der langen Pause aus. Aber es ist halt Sommer :)

Warum bloggst Du?

Naja, ich bin ja nicht eines Tages aufgewacht und habe mir gesagt “Ich mach jetzt ein Blog!”. Im Gegenteit: Ich hatte lange Zeit eine statische Seite und Neuigkeiten per Hand eingepflegt. Irgendwann kam dann ein Weblog per Hand (Strato hatte damals noch kein PHP!) und später dann mit Nucleus bevor ich zu Textpattern wechselte. Und – um zur Frage zurückzukommen – die Vorteile des Bloggens sind die unkomplizierte Informationsveröffentlichung und die Möglichkeit Newsfeeds zu abonnieren.

Seit wann bloggst Du?

Also die Textpatternversion des Blogs ist 2 Jahre und fünf Monate alt und der erste Eintrag erschien am 17. März 2004. Im Snookerblog seit knapp einem Jahr.

Selbstportrait

Immer interessierte Webstandards-Enthusiast, mit einem Hang zum Pool spielen und Snooker schauen. Momentan studiere ich Medieninformatik in Wien. (Also ganz genau habe ich grad Semesterferien…)

Warum lesen Deine Leser Dein Blog?

Ich rufe alle drei jeden Tag an und zwinge sie durch hohe Geldzahlungen… ähhh… Nö, ich glaube die meisten mögen einfach die Inhalte meiner Einträge.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?

Bezeichnender Weise div. Wahnsinn.

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

So wird dir geholfen ist zwar ein Artikel, aber ich habe mir mehr Feedbach davon versprochen.

Dein aktuelles Lieblings-Blog?

Okay, das ist eine schwierige Frage… Aber das BILDblog macht mir doch sehr viel Spaß.

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?

Bin grade meine Feeds durchgegangen, da wärs jetzt unfair eines rauszugreifen.

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

Handisch nachgrezählte 82 Stück. Ja, das ist nicht viel. Reicht mir aber.

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Alle die mir so spontan eingefallen wären hatten schon eins, deshalb hab ich nachgedacht (!!!) und folgende Blogs auserwählt:

  • Thomas von wanhoff.de
  • Steffen von DenkZEIT
  • Mathias von broedel.org (der aber im Moment mit der Schweizer Armee unterwegs ist)
  • Martin von labuschin.com
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