23.11.07 // Linktauschrausch

Von Zeit zu Zeit bekomme ich halbdubiose E-Mails mit der Anfrage, ob ich nicht an einem Linktausch teilnehmen möchte.

Das sei gut für das Suchmaschinen-Ranking und überhaupt lässt sich dann super viel Geld mit Adsense und Werbung verdienen, irgendwann.

Nein, will ich nicht!

Wenn ich auf eine Seite verlinke, dann innerhalb eines Artikels und auch nur weil ich den Inhalt gut finde (oder weil es eine bezahlte, als Werbung gekennzeichnete Einschaltung ist). Ich werde nicht jemanden verlinken, nur weil er mich verlinkt.

Deshalb habe ich auch keine Blogroll. Die wird mir nämlich zu selten aktualisiert, als das sie einen konkreten Nutzwert hätte.

Übrigens sind Seiten, deren Inhaber sich so anbiedern muss, eine Verlinkung sicherlich nicht wert:

Hallo Webmaster-Kollege,

ich habe mir soeben deine Web-Site angeschaut und bin zu dem Entschluss gekommen, dir eine Linktausch-Partnerschaft anzubieten. Ich stelle einen Link (unter Partner) zu deiner Seite auf meine Web-Site und eben andersrum.

Im Zuge von Pageranks und Suchmaschinenranking (Link Popularity) ist das sicherlich eine förderliche Sache für uns beide. Ich habe deshalb deine Seite schon auf meiner Website eingebunden [… URL der Seite auf der ein Link zu einer Unterseite von mir eingebunden ist, Anm. d. Autors …] … Gib mir kurz Bescheid wie deine Entscheidung ausfällt, weil ohne Gegenleistung belasse ich deinen Link natürlich nicht auf meiner Seite.

Wenn du Interesse hast kannst du auch an meinem Partnerprogramm teilnehmen und mit deiner ID den Linktausch machen. Mit dem Handbuch „[Thema: Sportwetten, Anm. d. Autors]“ vertreibe ich ein hochinteressantes E-Book. Bei Google AdWords habe ich eine Conversion-Rate von 2,9!

Überlege es dir und gib mir bitte kurz Bescheid. Eine absolute Win-Win-Kiste für uns!

Und vielleicht interessiert dich ja speziell auch mein E-Book. Mit Sportwetten selbständig und dauerhaft eine Einkommensquelle sichern! Wie gesagt: Hochinteressanter Stoff.

In diesem Sinne viele Grüße

Ich weiß ja nicht ob der Autor der E-Mail hochinteressanten Stoff nahm – und wenn ja welchen -, aber Sportwetten sind echt nicht mein Metier. Und wo ein Link von einer PR0-Unterseite eine Win-Win-Situation für mich sein soll, verstehe ich auch nicht.

Und das mit der Gegenleistung kann man im freien Internet vergessen. Das ist eine der miesesten, fast erpresserischen Maschen, die ich in letzter Zeit gehört habe. Die anderen haben wenigstens nachgefragt bevor sie mich verlinkt haben und es dann einfach gelassen, nachdem ich mein nicht vorhandenes Interesse bekundet habe.

Ich habe nichts gegen ein gegenseitiges Verlinken (auch, wenn ich es hier nicht tue), aber nicht, wenn es eindeutige einseitig kommerzielle Absichten dahinter stehen. Bei einer privaten Anfrage hätte ich diesen Blog-Eintrag nicht geschrieben, doch auf diese Weise funktioniert das einfach nicht.

Wer für mich interessante Inhalte schreibt hat gute Chancen von mir verlinkt zu werden. Wer per E-Mail um einen Link bittet wird im besten Fall bemitleidet, im schlechtesten Fall ausgelacht. Also lasst es einfach.

Nachtrag: Übrigens fände ich es schon nett mit Namen angeschrieben zu werden, wenn man schon meine E-Mail-Adresse heraussucht…

(Übrigens werde ich von meinem Hausrecht gebrauch machen und auch in den Kommentaren jede URL zu der Seite löschen, falls sich der Urheber der E-Mail hier äußert oder sonst jemand einen Link zur Seite postet. Danke.)

12.01.07 // Quicksilver und der Index

Das Programm Quicksilver ist nicht nur ungemein praktisch sondern auch ungemein kostenlos. Allerdings kann es auch ganz schön den Arbeitsspeicher verseuchen. Aber ganz von vorn…

In letzter Zeit wurde mein Mac immer langsamer und vieles ging nicht mehr so „smooth“ wie in der Anfangszeit und ich habe mich ernsthaft gewundert woran das liegt.

Die Erklärung war letztlich ganz einfach: Die Index-Datei von Quicksilver war auf knapp hundert Megabyte gewachsen, die natürlich dann jedes Mal in den Arbeitsspeicher geladen werden musste. Bei 512 Megabyte kein wirklich kleiner Anteil.

Die Lösung: Schnell mit AppZapper (US$ 12.95) deinstalliert und neu installiert… Läuft wie geschmiert…

08.01.07 // Mitleser zeigt euch!

Alle Jahre wieder bittet Veerle Pieters in ihrem Weblog darum, dass sich reine Mitleser zu Wort melden.

Dieses sogenannte „De-Lurking“ möchte ich nun hier auf yatil! auch gerne einführen. Schreibt einen Kommentar und erzählt etwas über euch. Wer seid ihr? Was macht ihr? Habt ihr schon mal kommentiert und wenn nein, wieso nicht?

Das Ziel der Aktion ist auch die Leser besser kennen zu lernen, die normalerweise sich nicht beteiligen. Was interessiert euch, warum lest ihr überhaupt hier mit? Unter anderem daran möchte ich mich in diesem Jahr orentieren, was die Auswahl der Themen hier angeht.

16.10.06 // About: Rebranding yatil!

Besucher, die diese Seite schon länger besuchen haben es sicherlich schon wahrgenommen: Der Name dieser Seite lautet nicht mehr „Erics Weblog“ sondern „yatil!“.

Nun mag man überlegen warum der Seitenbetreiber (in diesem Falle ich) so gehandelt hat und den Namen der Webseite in dieser Weise geändert hat. Das hat einige (und wie ich meine) gute Gründe:

„Keine Logos für private Seiten“*

Sagt Gerrit und hat damit Recht, 100-prozentig! Die Frage ist allerdings: Weshalb hatte „Erics Weblog“ überhaupt ein „Logo“?

(*Hinweis: Gerrits Satz lautete „Private Seiten brauchen ja eigentlich kein Logo“. Diese No-Logo-Überschrift wurde verkürzt dargestellt um die Überschrift nicht zu lang werden zu lassen. Es ist beileibe keine Regel oder so. Lediglich Gerrits – und auch meine – Meinung.)

Nun, bevor ihr jetzt anfangt Fachliteratur zu lesen oder in Foren nachzuschauen sage ich es euch einfach: Um sich von anderen Webseiten zu unterscheiden.

Der Name „Erics Weblog“ ist im Vergleich zu den anderen Webseiten doch sehr schwach. Da gibt es [F – LOG – GE] (oder „Jens’ Blog“), Markup (oder „Björns Blog“), pixelgraphix (oder „Manuelas Blog“). Eine wirkliche Praegnaz.de strahlt „Erics Weblog“ unter diesen nicht aus. Mit oder ohne (unpassendem) Logo.

Und dann ist da noch der Domainname „yatil.de“. Der gut für sich allein stehen kann, der ungewöhnlich ist (wie google oder yahoo, also am Anfang) und der trotzdem leicht einprägsam ist, mit seinen fünf Buchstaben.

Also weg mit dem Logo und weg mit der Umschreibung „Erics Weblog“ und her mit „yatil!“. Weshalb das Ausrufezeichen? Es soll – in Verbindung mit der roten Farbe erst recht – einen gewissen „Wumms“ in das Wort bringen. Es ist nicht einfach yatil, es ist yatil!

Okay, da yatil (mit oder ohne „Wumms“) natürlich kein Wort ist, ist die Satzbildung damit ein wenig schwer:

Eric Eggert hat beim Barcamp Wien einen Vortrag über Webstandards gehalten und dabei große Webprojekte betrachtet. Das Video und die dazugehörenden Folien „Web Standards in Practice” gibt es in seinem Weblog yatil!. Script Artists

Das gefällt mir so noch nicht. Lieber hätte ich die Formulierung gelesen „Das Video und die dazugehörigen Folien … gibt es bei yatil!“ oder „yatil! hat das Video und die dazugehörigen Folien …“. Aber das ist natürlich nicht die Schuld der Script-Artists-Macher sondern ein Problem mit dem Kunstwort yatil!, das leider ohne Artikel auskommen muss. (Oder gibt es wirklich Leute, die „Der yatil!“, „Das yatil!“ oder gar „Die yatil!“ sagen würden? Und wenn ja, heißt es dann auch „Die Google“?)

Übrigens wird es an dieser Stelle erstmals kein CSS-Reboot am ersten November geben. Erstens habe ich die Zeit nicht und zweitens bin ich ganz zufrieden mit dem momentanen Design. Hier und da ein paar Änderungen wird es schon geben, aber kein großes Redesign.

Anmerkungen, Hinweise und Beschimpfungen nehme ich gerne über nachfolgendes Kontaktformular auf :)

02.07.06 // Tabula Rasa

Es gibt Sachen, von denen möchte man noch nichtmal hören. Beispielsweise, dass eine Windows-Installation völlig den Geist aufgibt und sich noch nichtmal im abgesicherten Modus hochfahren lassen will. Schlimm ist es, wenn man selbst Opfer eines solchen Vorfalles wird.

Okay, die Mac-Fraktion wird sich ein “Ich habs ihm ja gesagt…” nicht verkneifen können. Aber es ist – auch für einen Windows-Rechner – merkwürdig, wenn jeder Startvorgang mit einem Neustart quittiert wird…

Das Notebook machte in der Vergangenheit bereits einige Zicken, aber das war dem Bösen dann doch zuviel. System-CDs hatte ich in Wien nämlich keine dabei und Versuche den “Abgesicherten Modus” hochzufahren scheiterten entweder (und luden unendlich lange) oder brachten keine nennenswerte Hilfe.

Okay, ich hatte ja gestern auch noch genug zu erledigen, meine Präsentation zum Thema Mikroformate wollte ich allerdings auch noch fertigmachen. Naja. Es war nix zu machen und unter einer breitgezogenen 800×600er-Auflösung wollte ich nicht arbeiten.

Nach dem Herflug (Ankunft Flughafen Hahn/Hunsrück um 23.20 Uhr) und der darauf folgenden Heimfahrt (immerhin bis um 1.30 Uhr) habe ich dann mal nach System-CDs geschaut. Ergebnis: Es befanden sich zwei Silberlinge mit der Aufschrift “Recovery” in meinem Besitz.

“Einfach Windows drüberinstallieren wird schon helfen”, dachte ich in jugendlicher Leichtsinnigkeit. Weit gefehlt. Nach einlegen der richtigen CD (es war nicht etwa eine mit der Aufschrift “Recovery” sondern eine mit der Aufschrift “System CD”) sah ich ein “Die erste Partition wird gelöscht.” auf meinem Bildschirm aufblitzen.

Immerhin konnte ich diesen Vorgang noch abbrechen. Was nun. Windows drüberinstallieren ging ja nicht. Und von “Tabula Rasa” wollte ich eigentlich absehen. Erstmal eine der (geschätzt) 17 Ubuntu-CDs eingelegt und die Daten gesichert. Zum Glück habe ich ja noch eine zweite Partition, wer weiß wie dieses Linux mit meinem DVD-Brenner im Notebook zusammengearbeitet hätte.

Nach weiterem rum und ausprobieren hatte ich dann doch nur noch die Wahl per Recovery-CD die Festplatte zu löschen und Windows neu aufzusetzen. Natürlich waren die ersten zwei Programme Firefox und die T-Online-Software um mich (wieder per Modem) mit euch in Verbindung zu setzen. Wie man sieht funktioniert wenigstens das. Schade natürlich, dass meine ganzen Windows- und Software-Updates verloren gingen.

Naja, meinen Download-Ordner und das meiste andere konnte ich retten. Jetzt wird erstmal Sage installiert und die Feeds importiert und dann schaue ich mal weiter.

PS: Microsoft und Acer kann ich nur beglückwünschen. Wenn ich Windows nicht zum Webseiten-Testen brauchte würde ich es mir für mein nächstes Notebook nicht mehr kaufen. Und mein Acer-Notebook ist so fehleranfällig (im Moment funktioniert es nur per Stromanschluss, beim Akkubetrieb schaltet er sich aus…) und muss diese Woche auf jeden Fall noch in Reperatur, dass mein nächstes wohl aus Prinzip ein Apfellogo tragen wird.

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