Cover des Webstandards-MagazinGleich vorweg: Ich bin kein großer Fan Web-Sachen ins Print-Medium zu verbannen, weil die Halbwertszeit von Nachrichten gegen null tangiert und auch die von Techniken relativ kurz ist.

Es sind also ganz spezielle Ansprüche zu erfüllen, will man ein gutes und erfolgreiches Web-zentriertes Magazin machen, und das Webstandards-Magazin erfüllt diese fast vollständig.

 

Konkret dreht sich die erste Ausgabe rund um das Thema E-Commerce, das sich durch die Heftbereiche „E-Business + Trends“, „Webdesign“, „Accessibility + Usability“ und „Web-Anwendungen“ zieht. Zudem wird explizit auf die Frontend-Aspekte hingewiesen. Die Texte sind alle von bekannten Autoren geschrieben, man fühlt sich sofort zuhause. Vielleicht auch mit meiner Redaktionstätigkeit bei den Webkrauts hängt zusammen, dass ich meist nur durch das Lesen der ersten einleitenden Sätze den Autor erraten konnte.

Zum Leitthema schreibt Nicolai Schwarz einen Artikel zum Thema „Wording“ in Onlineshops, goldene Regeln für deren Gestaltung werden ebenso besprochen wie Dinge, die den Frontend-Code direkt betreffen, so schreibt Nils Pooker wie man Warenkörbe als Datentabelle auszeichnet und es wird auf die Usability von Online-Shops ein Auge geworfen. Auch die „Informationswüste Onlineshop“ wurde genauso unter die Lupe genommen wie „Webshops für die ältere Generation“.

Abseits des Leitthemas geht es dann um CSS3, RDFa und Microformats und die Barrierefreiheits-Richtlinien WCAG2 oder es wird gezeigt, wie man Smarty benutzt und mit jQuery Tabellen einfach schön sortiert.

Meine Lieblingskategorie allerdings befindet sich ganz vorne im Heft genau nach dem Inhaltsverzeichnis und den News: Der Twitter-Ticker. Die Redaktion hat die Diskussionen rund um Webstandards und Webseiten auf Twitter eingefangen und zusammen gestellt inklusive Links zum Weiterlesen. Auch das Webstandards-Magazin ist auf Twitter unterwegs.

Das Magazin ist auf 100 Seiten geballtes Frontend-Wissen (was es gegen alle anderen Magazine auf dem Markt abheben dürfte) und sollte wirklich in keinem gutsortierten Web-Haushalt fehlen, es erscheint alle 3 Monate der Preis von 7,80€ ist gut investiertes Geld.

(Photo: Patrick H. Lauke)

4 Gedanken zu “Webstandards-Magazin

  1. Hallo Eric!

    Danke für diese News, scheint tatsächlich ein interessantes Magazin zu sein. Ich werde es gleich mal bestellen und testen.

    Gruß, Andreas

  2. Das mit dem twitter-Ticker war halt so ein Testballon, ich war mir unsicher, ob das was werden kann. :)

    Ich dachte mir aber, wenn man die Standardsdiskussionen, die ja durchaus geballt in twitter immer wieder geführt werden, damit nochmal aufgefangen und zusammengefasst werden können, dann kann man das gut auch als News miteinbauen.

    Schön …

  3. Ich muß zu meiner Schande eingestehen, daß ich sie mir immer noch nicht geholt habe, obwohl sie seit Wochen auf der »Einkaufsliste« steht. Nur leider nicht mal eben am Kiosk um die Ecke zu kriegen, und ich komm so selten auf Bahnhöfen vorbei.
    Aber der Artikel macht dann doch wieder Lust, und wenn ich im Laufe der Woche in der Stadt unterwegs bin, dann wird sie endlich mal besorgt.

    Demnächst kommt dann als Konkurrenz/Wettbewerb die »weave« als Ableger der PAGE dazu (erste reguläre im September) und dann haben wir schon fast sowas wie Auswahl :)

    Zeit wird es! Print wirkt ;)

  4. Das Webstandards-Magazin kann ja wohl wirklich eine “Lücke schließen”, gab ja nicht wirklich was in der Richtung. Ich hoffe dass es so weiter geht, wie in der ersten Ausgabe.

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