Morgen früh ist es also so weit: Bundeskanzler Gerhard Schröder stellt im deutschen Bundestag die Vertrauensfrage. Diese möchte er natürlich – Ziel sind ja Neuwahlen – verlieren.

Ob mit einer verlorenen Vertrauensfrage die Sache dann aber sicher ist, ist noch nicht klar: Mehrere Abgeordnete werden gegen das Vorgehen klagen.

Das Problem ist, dass Neuwahlen nur möglich sind, wenn die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag unsicher sind. Das ist allerdings nicht der Fall. Und auch morgen im Votum werden sich einige Abgeordnete sich nicht zu einem klaren „Nein“ durchringen können sondern sich enthalten. Und Enthaltung ist weder „Ja“ noch „Nein“, der Bundespräsident könnte eine Entscheidung gegen Neuwahlen dadurch begründen, dass er in Sachfragen eine klare Regierungsmehrheit hat (siehe dazu auch die 40 gewonnenen Abstimmungen im Bundestag heute) und er nicht an eine Zerrüttung der Regierungskoalition glaubt.

Ähnlich werden die Gegner auch vor dem Bundesverfassungsgericht argumentieren.

Wie auch immer das Neuwahl-Gerangel ausgeht, Schwarz/Gelb (oder, wie einige vermuten: nur Schwarz) ist noch lange nicht gewählt, jegliche Spekulationen um Kabinettsplätze ist daher hypothetisch.

Und ob „die Linkspartei“ einen großen Einfluss hat wie die Wahlumfragen spekulieren weiß ich nicht und glaube ich auch nicht.

Alles in allem muss man die Rede von Schröder am morgigen Freitag abwarten, auf die Begründung der Neuwahl kommt es an.

Oli1, Tim1 und ich1 haben letzten Donnerstag ein kleines Filmchen gedreht, es ist eine Parodie auf Werbung und auf “Batman1 Begins”.

Deshalb ist es sinnvoll den Film vorher gesehen zu haben… es sei denn man will einfach nur Oli1 und Tim1 (mehr oder weniger schlecht) schauspielern und mich (noch schlechter) Kamera-führend sehen.

Dank geht an meine Schwester, die die Kamera zur Verfügung stellte.

Ach ja: Outtakes und ein “alternatives” Ende folgen bald :)

1 Alle Namen sind frei erfunden!

Letzte Woche war es hier ja vergleichsweise ruhig, was sich allerdings kaum in den Besucherzahlen niederschlug, ich bin stolz auf meine Leser :)

Nun aber zu einer kurzen Zusammenfassung, was diese Woche los war bzw. wo ich war:

Am Montag beschlossen Tim (ja, der „aus“ Irland) und ich zusammen nach Frankfurt zu fahren. Tim wollte sich dort in der Universität einige Vorlesungen zu Politologie und Sozialwissenschaften anhören. Zudem musste er sich noch über sein angestrebtes Studium informieren. Da mich die Themen interessierten fuhr ich mit.

Dienstag morgen ging es dann los. Ich holte Tim zu Hause ab und wir fuhren nach Frankfurt, erste Etappe: Das Gelände der Uniklinik, wo wir Nina, eine sehr gute Freundin von uns beiden trafen. Nach relativ kurzer Besprechung fuhren wir – mit dem Auto – in die Innenstadt zur Hauptuni. Beinahe ein fataler Fehler, denn Parkplätze sind Mangelware (oder man benötigt einen Anwohnerausweiß Nr. 12).

Wir fanden allerdings dann doch schnell ein Parkhaus in unmittelbarer Nähe der Universität und schauten uns eine Vorlesung mit dem Thema „Politiktheorie“ an.

Nach dieser interessanten Vorlesung besuchten wir die Innenstadt („Zeil“), aßen eine Pizza und besuchten letztendlich das H&M, da Tim noch Kleidung für Mittwoch benötigte.

Am Abend trafen wir uns mit Nina und einigen ihrer Kommilitonen, an deren Namen ich mich – zu meiner Schande – nur noch schemenhaft erinnern kann.

Am nächsten Morgen fuhren wir – diesmal mit der Straßenbahn – wieder zur Universität und schauten uns Referate zur UNO an, eine spannende Vorlesung, mit einem tollen Professor, der mich ein wenig an Herrn Nothof erinnerte.

Danach besuchten wir zufällig eine Vorlesung, die mit „Mathematik für Pädagogen“ wohl treffend beschrieben werden kann. Der Raumplan zeigte allerdings „Grundlagen der Forschung“. Gelangweilt aufgrund der offensichtlichen Zusammenhänge zwischen Tannenbaumhöhe und Kerzenbrenndauer und der daraus entstehenden Korrelation verließen wir nach etwa der Hälfte der Vorlesung eben diese und machten uns auf den Weg etwas essbares aufzutreiben.

Dies gelang uns dann auch und wir stellten fest, dass das Essen auf dem Campus gar nicht so teuer ist.

Danach lies Tim sich zu seinem Studiengang beraten und stellte fest, dass er so, wie er sich das dachte, zumindest in Frankfurt, nicht studieren kann.

Danach schauten wir uns noch eine kleinere Arbeitsgruppe an, die auf Englisch unterrichtet wurden. Ich muss nicht erwähnen, dass mich die Weise, wie auch der Dozent Englisch sprach weitgehends geschockt hat. Bei den Temperaturen kann man ja den Schreibfehler bei „outp*o*ut“ verstehen, aber wenn [the] und [thi] wild durcheinander geworfen werden fragt man sich doch weshalb man sich das antun musste.

Danach, es war jetzt kurz nach 18 Uhr trafen wir uns abermals mit Nina, tranken noch einen Kaffee und fuhren anschließend Richtung Heimat, allerdings mit dem kleinen – aber feinen – Umweg nach Wiesbaden.

Tims Bruder kochte für uns und nach dem Mahl machten wir uns nach Pirmasens auf.

Dummerweise kam es zu einem kleinen Unfall, als Tim mich durch ein energisches „RECHTS!“ darauf aufmerksam machte, dass ich nicht geradeaus fahren, sondern rechts abbiegen, sollte. Ich zog – auf der mittleren Spur fahrend – nach rechts und übersah einen Mazda, der wohl an mir vorbei fahren wollte. Rums. Mit 1300€ Schaden kein billiger Ausflug.

Naja, wenigstens kamen keine Menschen zu Schaden und die Marrokaner waren ja auch ganz nett.

Donnerstag wurde dann zum allgemeinen Chill-Out-Tag, was auch an meinen Kopfschmerzen lag. Abends gingen Tim und ich zu Oli und was dort geschah werdet ihr Mitte der Woche auf diesem Kanal vorfinden.

Freitag wiederholte sich die Geschichte mit den Kopfschmerzen, abends fuhr ich dann statt zu Oli zum AStA-Sommerfest der Universität Kaiserslautern.

Samstag holte ich für die gesamte Familie „sauer Sprudel“ (Mineralwasser), elf Kästen sollten für knapp zwei Wochen reichen (Und ja: die passen in einen Peugeot 106).

Sonntag habe ich mich mir „web 2.0“-Technologien beschäftigt, da war auch keine Zeit um hier was zu schreiben.

„Batman“ kennt jeder, es gibt ja auch genug Filme über ihn. Eines sagen diese jedoch nicht: Weshalb wurde Bruce Wayne „Batman“ und wie ging dieser Prozess von Statten.

Die Antwort gibt dieser Film, der wesentlich düsterer als die anderen Filme ist und damit die Atmosphäre der ursprünglichen Comics nahezu perfekt einfängt.

Als Millionärssohn Bruce Wayne zu einer Anhörung über die Freilassung des Mörders seiner Eltern wieder in seine Heimatstadt Gotham City zurückkehrt möchte er diesen selbst ermorden, einer von Falcones Männern (gegen den der Mörder aussagen sollte) kommt ihm jedoch zuvor. Bruce stellt sich Falcone, wird von dessen Schlägern aber vor die Tür gesetzt. Er taucht ab und wird sogar für Tod erklärt.

Bruce Wayne zieht los um die Kriminalität verstehen zu lernen. Als er dann gefasst und in ein Gefängnis gesteckt wird kommt ein mysteriöser Mann, Henri Ducard, auf ihn zu und überzeugt ihn einen Berg zu erklimmen. Auf diesem Berg wird Bruce Wayne trainiert.

Am Ende seiner Ausbildung soll er einen Mörder köpfen, verweigert sich dessen jedoch. Er geht stattdessen auf den Anführer der Ninjas los, der ihn davon überzeugen möchte, dass Gotham City vernichtet werden muss, da die Stadt nicht mehr zu retten sei. Das Trainingszentrum geht in Flammen auf und Bruce kann Ducard gerade noch vor dem sicheren Tod bewahren.

Wieder in Gotham City stellt sich schnell heraus: Er benötigt eine zweite Identität. Zusammen mit Butler Alfred baut Wayne eine Höhle unter seinem Haus zu seinem Unterschlupf aus und dank der Erfinderwerkstadt von Wayne Enterprise kann er sich schon bald mit Cape und Maske auf Verbrecherjagdt machen. Dazu sucht er sich zwei verbündete, einen Polizisten und eine junge Staatsanwältin, die zufällig seine Jugendliebe ist. Was Batman jedoch nicht weiß ist, dass Falcone nicht die größte Gefahr für Gotham City ist…

Einer der besten Filme dieses Sommers, zumindest bisher. Teilweise subtiler Humor, Spezialeffekte en masse und tolle schauspielerische Leistungen sind die Eckpfeiler dieses Films.

Einziger Kritikpunkt – aber das ist eine Frage des Geschmacks – waren die Kampfszenen, die mir einen Tick zu schnell geschnitten waren. Aber vielleicht macht genau das den Reiz an Batman aus: Man weiß nie wo er ist.

Wenn Langnese nach Sommer schmeckt so klingt er nach der Musik von Jack Johnson.

Mit seinen eingängigen Gitarrenmelodien und seinen tief gehenden aber gleichzeitig sehr entspannend klingenden Texten macht er Appetit auf den Sommer, auf entspanntes Relaxen am Strand oder auf einer Hängematte.

Jack Johnson musiziert im Stil von „Simon and Garfunkel“ oder „Cat Stevens“ mit einem gewissen Hauch Lässigkeit.

In Between Dreams ist die dritte Platte des Hawaiianers, der mit vierzehn Jahren begann Gitarre zu spielen. Das Video zu seiner Single „Sitting, Waiting, Wishing“ ist komplett rückwärts aufgenommen.

Ich habe mir jedoch einen anderen Song ausgesucht:

You win it’s your show now
So what’s it going to be?
Because people will tune in
How many train wrecks do we need to see?
Before we lose touch
And we thought this was low
Well it’s bad, getting worse…

Where’d all the good people go?
I’ve been changing channels and I don’t see them on the tv shows
Where’d all the good people go?
We’ve got heaps and heaps of what we sow

They got this and that with a rattle a tat
Testing, one, two, man whatcha gonna do
Bad news misused, got too much to lose
Give me some truth now, who’s side are we on
Whatever you say
Turn on the boob tube, I’m in the mood to obey
So lead me astray
And by the way now…

Where’d all the good people go?
I’ve been changing channels and I don’t see them on the tv shows
Where’d all the good people go?
We’ve got heaps and heaps of what we sow

Sitting around feeling far away
So far away but I can feel the debris, can you feel it?
You interrupt me from a friendly conversation
To tell me how great it’s all going to be
You might notice some hesitation
Because its important to you, it’s not important to me
But way down by the edge of your reason
It’s beginning to show and I really want to know is…

Where’d all the good people go?
I’ve been changing channels and I don’t see them on the tv shows
Where’d all the good people go?
We got heaps and heaps of what we sow

They got this and that with a rattle a tat
Testing one, two man whatcha gonna do
Bad news misused give me some truth
You got too much to lose
Whose side are we on today, anyway
Okay, whatever you say
Wrong and resolute but in the mood to obey
Station to station desensitizing the nation
Going, going, gone
Aus dem Album In Between Dreams der Song Good People (Bei Amazon.de probehören)

Veröffentlicht in Musik