• Die Vogelgrippe ist auch in Deutschland. Okay, lediglich ein 8 Kilometer hoher Zaun wäre eine sichere Abwehrmaßnahme gewesen. Gleich mal geguckt, ob meine Nachbarn ihre Hühner weggesperrt haben und ich kann vermelden: Kein Huhn zu sehen.
  • Das BVerfG hat geurteilt, dass das Abschießen von wehrlosen, unschuldigen Menschen gegen die Menschenwürde verstößt. Auch, wenn diese in entführten Flugzeugen sitzen. Überhaupt sei der Einsatz der Bundeswehr im Inneren vom Grundgesetz nicht gedeckt. Danke.
  • Viele deutsche Weblogs haben übers Wochenende den Service coComment eingebaut. Worum es sich handelt ist schnell erklärt. Im Allgemeinen gibt man in einem Weblog einen Kommentar ab und vergisst dann, in welchen der 2000 Weblogs im Feedreader man nun zu welchem Thema kommentiert hat. Dabei hilft nun dieser Service. Kommentare werden nicht nur im Weblog zwischengespeichert sondern können dann per RSS angefordert werden. Oder man pinnt sich so eine Box auf die Startseite wie hier. Überblick pur. Ach ja, Erics Weblog ist nun auch offiziell damit ausgestattet. (Gefunden bei Pixelgraphix und Praegnanz.de)
  • Welches Arschloch ist eigentlich innerhalb der letzten drei Tage gegen meinen Kotflügel (vorne links) gefahren und hat sich klammheimlich aus dem Weg Staub gemacht. Nach meinem Rechtsverständnis ist das Fahrerflucht. Zu dumm, dass ich’s erst heute mittag gemerkt habe. Bild be Flickr.
  • Kaiserslautern hat eine Siegesserie gestartet, die werden doch nicht noch wirklich in der ersten Liga bleiben wollen? Nächste Woche das Duell gegen Mainz. Ich tippe auf ein 2:0 ;)
  • Noch 34 (Arbeits-)Tage Zivi, dann drei Wochen Urlaub.

So, das reicht dann aber auch mal wieder.

Was muss ich da beim redesignten Pixelgraphix.de lesen? Es beschweren sich mal wieder tatsächlich Leute, weil nicht alle Seiten aller Webkrauts validieren würden.

Nur mal zur Information: Der Validator prüft eine Seite auf formale Richtigkeit. Er prüft also beispielsweise ob alle Elemente geschlossen sind. Das hilft beispielsweise bei der Entwicklung, da Fehler im Quelltext von vornherein ausgeschlossen werden.

Was der Validator nicht prüft ist Semantik, also ob die Elemente sinnvoll eingesetzt werden. Und genau darauf kommt es an. Es ist wurst, ob es nicht-encodete &-Zeichen gibt, oder ob ein Imgage-Element nicht korrekt geschlossen wurde. Viel wichtiger ist, dass das Bild einen Alternativtext hat.

Der Validator ist ein Hilfsmittel, das auf mögliche Probleme hinweist. Er ist nicht unsere Bibel. Er ist ein Hinweisgeber, ein guter Freund, auf den man gerne hört, der aber nichts vorschreiben kann.

Das selbe gilt für das Ausliefern der XHTML-Seiten mit dem Medientyp application/xml. Es wird empfohlen die Seite so auszuliefern. Aber warum? Ich schreibe in XHTML keine Programme, keine Applications. Und ich nutze keinerlei Erweiterungen, die mir XHTML bereitstellen könnte. Ich benötige diese Erweiterungen einfach nicht.

Okay, “Gläubige” werden jetzt damit argumentieren, dass ich dann ja auch “normales” HTML 4.01 hätte ausliefern können. Stimmt. Aber darauf kommt es doch gar nicht an.

In Zukunft wird diese Frage auch noch nicht geklärt sein. Dann heißt es nämlich W3C XHTML 2.0 gegen WHATWG Web Applications 1.0 (HTML 5/XHTML 5). Und ich sympathisiere ehrlich gesagt mit letzterer Initiative. Vorteile: Weitgehende Abwärtskompatibilität und leichtere Implementation in die Browser, weil nicht mit allen konventionen rigoros gebrochen wird.

Aber ich schweife ab.

Ein paar Fehler oder Warnungen im Quelltext machen keine schlechte Seite.

Der Podcastverband, neue Schriften im Web, ein Eventkalender und “Ruby on Rails” waren die Themen bei den Vorträgen am Montag abend in der Brotfabrik. Hinzu kam eine Präsentation, die uns an die Verantwortung als Programmierer von Social-Software erinnerte und zeigte, wie einfach “Exploits” in solche Produkte eingefügt werden können.

Aber zunächst mal von vorne. Zuersteinmal war ich katastrophal zu spät, was an der Karte von Map24.de lag und daran, dass der Fußweg Parkplatz – Brotfabrik nicht 5 sondern 20 Minuten betrug. Naja. Gegen 20.15 Uhr traf ich also in der Brotfabrik ein und war beeindruckt, saßen dort doch 70 Webentwickler und -blogger, die sich aus ihren dunklen Kellerlöchern herauswagten um sich social zu betätigen.

Ich bekam gerade so das Ende der Wikipedia-Präsentation mit, in der es um die rechtlichen Gefahren von kollaborativer Software ging. Ihr wisst schon, Tron ect. Den Podcastverband bekam ich leider nicht mehr mit, wobei das Thema für mich ja schon seit längerer Zeit gegessen ist :)

Weiter ging es mit den Webkrauts, dieser kleinen, schnuckeligen Bewegung, die sich pro Webstandards einsetzt.

Auf die Webstandards folgte das Gegenteil: Qooxdoo [‘kuksdu] stellt Widgets (Bedienelemente) für Webseiten zur Verfügung, die man aus seinem nativen Betriebssystem kennt. Pro: Erhöhung der Usability durch konsistente Elemente. Contra: Unzugänglich, weil die Software komplett auf JavaScript basiert. Zitat: “CSS braucht man für Qooxdoo gar nicht mehr, alles was man braucht sind CSS-ähnliche JavaScript-Angaben!” Naja, wer’s braucht.

Dann Gerrit van Aaken und seine “Schriften und Techniken für modernes Webdesign”. Eine tolle Präsentation, die anriss, was möglich ist. Was unmöglich ist übersprang Gerrit sehr geschickt :).

Darauf wurde fleavent.com vorgestellt, ein kollaorativer, wikibasierter Eventkalender – genau das richtige zur Organisation des Webmontags, wenn er dann mal aus dem alphaalphaalpha-Stadium heraus ist. Es ist aber ein Projekt mit großem Potential… und “purzels” als Codeblöcke, das nenne ich mal, ähhh, Innovativ!

Danach RoR (Ruby on Rails), für einen alten Railer wie mich :) nichts wirklich neues, aber eine gute Einführung für die, die Rails nur vom Hören-Sagen kennen.

Zum Schluss noch die Schreck 2.0-Präsentation, die Gefahren zeigten, die bei Seiten bestehen, die Benutzereingaben entgegennehmen.

Im Anschluss, mittlerweile war es deutlich nach 22 Uhr, trafen wir uns noch zum “Kuscheln”, leider waren nach den Präsentationen nur noch ein Drittel der Besucher da. Das liegt sicherlich daran, dass Dienstag immernoch Arbeitstag ist. Ich habe mich im Anschluss noch sehr gut mit Gerrit, Jens, Ralle, Beate und Thomas unterhalten.

Großes Thema dabei: Wie kann ich ohne DSL arbeiten? (Ja, ich habe noch ein Modem!) und “Hattest du nicht mal gepodcastet?” (Thomas) – “Ja, er ist einer der Podcast-Pioniere!” (Gerrit). Zudem ging es natürlich um den Focus, den Focus und den Focus.

Ein besonderer Dank geht an Thomas fürs ans Auto fahren.

Seeed, die berliner Dancehall-Reggae-Kombo, machte gestern in Mainz halt. Rein zufällig (grins) hatte ich Karten und so kam ich in den Genuss dieses wirklich hervorragenden Konzertes.

Eröffnet wurde der Abend mit Nneka, eine aus Nigeria stammende Hamburgerin, die mit ihrer meis langsamen Reggea-Art treffend auf das Konzert einstimmte.

Kurz nach 21 Uhr war es dann soweit, die “Umbauarbeiten” waren abgeschlossen und Seeed betrat die Bühne. Dabei hatten sie Gastgeschenke: Sie verteilten Sektflaschen ans Publikum.

In den nächsten zwei Stunden rockten Seeed in einer Weise das Haus, die ich von den zwei vorherigen Konzerten (“Rock im Wald”, Pirmasens und “Tour 2003” in Trier) so noch nicht kannte. Dazu trugen vor allem die Songs aus ihrem neuesten Album “Next!” bei, die von Variationen ihrer früheren Hits unterbrochen wurden. Neben “Dancehall Caballeros” und “Music Monks” gab es eine Slow-Version von “Riddim No. 1” und – als Zugabe – eine kleine Abwandlung von “Dickes B”.

Fazit: Seeed ist nach wie vor ein Konzertticket wert, da sie das Publikum einfach mitreißen können.

Vier Fotos gibt es bei Flickr.

Wann sind Seeed das nächste mal zu sehen? Auf ihrer aktuellen Tour:

  • 01.02.06 Bielefeld, Ringlokschuppen, Support: Nneka AUSVERKAUFT
  • 02.02.06 Leipzig, Haus Auensee, Support: Nneka AUSVERKAUFT
  • 03.02.06 Mainz, Phönixhalle, Support: Nneka AUSVERKAUFT
  • 04.02.06 Würzburg, S. Oliver Halle, Support: Nneka
  • 06.02.06 Hannover, AWD Halle, Support: Nneka
  • 07.02.06 Bremen, Pier 2, Support: Nnekan AUSVERKAUFT
  • 10.02.06 Freiburg, Stadthalle, Support: Nneka
  • 11.02.06 Köln, Paladium, Support: Nneka AUSVERKAUFT
  • 13.02.06 München, Zenith, Support: Nneka AUSVERKAUFT
  • 14.02.06 A-Wien, Gasometer, Support: Nneka AUSVERKAUFT
  • 16.02.06 Dresden, Schlachthof, Support: Kano
  • 17.02.06 Hamburg, Sporthalle, Support: Kano AUSVERKAUFT
  • 18.02.06 Berlin, Arena, Support: Kano AUSVERKAUFT
  • 20.02.06 Oberhausen, Turbinenhalle, Support: Mitchell Brothers
  • 21.02.06 Fürth, Stadthalle, Support: Mitchell Brothers
  • 22.02.06 A-Graz, Helmut List Halle, Support: Mitchell Brothers
  • 24.02.06 Stuttgart, Schleyerhalle, Support: Mitchell Brothers
  • 25.02.06 Kempten, Big Box, Support: Mitchell Brothers
  • 26.02.06 Ch-Zürich, Maaghalle, Support: Mitchell Brothers

und natürlich beim Bundesvision Songcontest am 09. Februar in Wetzlar/Hessen und um 20.15 Uhr auf Pro7.

Am nächsten Montag um 19 Uhr findet in Frankfurt der Webmontag statt. Und ich werde – entgegen meiner früheren Meinung – doch dabei sein. Dafür habe ich extra einen Tag Urlaub geopfert, ich hoffe, dass wird entsprechend gewürdigt :)

Am Dienstag findet man mich also nicht auf meiner Zivistelle sonder in meinem Bett bzw. beim Hochladen der am Vorabend gemachten Bilder nach auf flickr.

Besonders freue ich mich darauf ein paar Webkrauts kennen zu lernen, unter anderem Gerrit und Jens sowie Jörg.

Ach, was so ein Webmontag überhaupt ist?

Der Web Montag bringt Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Forscher, Web-Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0 (im weitesten Sinne) zusammen.

Format: ein lockeres, offenes Treffen, nach Möglichkeit mit Getränken, Snacks, Wi-Fi, interaktiven Präsentationen, Demos zu aktuellen Projekten und Produkten, Vorstellung und Austausch neuer Ideen, Brainstorming, Networking…

Ich hoffe, dass es Namensschilder gibt, ich kann mir doch keine Namen merken… Ich werd mir auf jeden Fall eins basteln, für den Fall der Fälle.