Gut, Knut Karnapp hat in seinem Adsense-Experiment bereits festgestellt, dass es funktioniert.

Doch ich habe mich realistisch erst in den letzten zwei Wochen wieder mit den Anzeigen beschäftigt, die bisher eine nebenrolle in meinen Überlegungen spielten.

Eine kleine Chronik:

Am Anfang schien alles gut, die Einnahmen deckten meine Serverkosten zwar nicht ganz, aber immerhin. Nach den ersten zwei Monaten dann aber die große Enttäuschung: Vier Monate mit nur schwachen Einnahmen, teilweise nur 17 Dollarcent im Monat war wirklich hart.

Und wenn danach nicht wieder ein kleiner Aufschwung gekommen wäre hätte es nach einem halben Jahr zuende sein können. Nach 5 ganz guten Monaten fielen die Einnahmen wieder und erholten sich – mit Ausnahme von letztem Dezember – auch nicht wieder.

Nun habe ich bei diesem Design die Anzeigen wesentlich wertiger eingebaut und sie dem Seitendesign angepasst. Auch auf Snookerblog.de habe ich Anzeigen angebracht. Nun gilt es nur noch den Besucherstrom dorthin noch ein wenig zu vermehren, damit bin ich noch nicht zufrieden.

Die Einnahmen in diesem Monat übertreffen die aus dem letzten Monat bereits jetzt um mehr als 100%. Mittlerweile ist das ein schnuckeliger kleiner, zweistelliger Betrag. Immerhin.

Also. Google Anzeigen lohnen sich. Aber es braucht Geduld um auch eine einigermaßen guten Gewinn damit abzuschöpfen. Weshalb ich das eigentlich schreibe? Na ich bin jetzt endlich mit meinem Kontostand über der Auszahlungsgrenze – lang genug hat es ja gedauert!


Richtig ist der Ansatz die Gesundheitskosten vom Lohn abzukoppeln, die Beiträge für die Krankenversicherung müssen auf mehr Schultern verteilt werden und dürfen auch gerne andere Einnahmen wie Mieteinnahmen (bisher steuerfrei) beinhalten. Ich zitiere mich selbst aus dem Weblog-Eintrag Gesudheit! vom 9. Juni 2006

Nach dem Bericht wird in der Koalition nun erwogen, hierfür eine neue Steuer zu schaffen, die möglichst von allen Bürgern gezahlt wird. Diese Gesundheitssteuer könnte zum Beispiel am gesamten Bruttoeinkommen der Bürger anknüpfen, hieß es in Koalitionskreisen.

Denkbar sei, auf alle Einkünfte der Bürger einen geringen Aufschlag zu erheben – unabhängig davon, ob diese aus Arbeit oder Kapitalvermögen stammen. Im Gegensatz zur Einkommensteuer gäbe es keinerlei steuerfreie Abzüge, dafür wäre aber der notwendige Steuersatz deutlich niedriger. Anders als die Einkommen- oder Mehrwertsteuer stünde diese neue Steuer zudem allein dem Bund zu. Spiegel Online: Koalition soll Gesundheitssteuer für alle planen vom 28. Juni 2006

Ähm… hüstel… sorry. Also… ich weiß grad nicht, was ich sagen soll außer… Soll ich jetzt euren Job auch noch mit machen??? Und sowas ohne Bezahlung… Mal schauen, ob da überhaupt was bei rauskommt, offiziell scheint ja noch nix zu sein…

Zwar gingen die zwei Monate wirklich vorbei wie im Flug, doch ich muss zugeben, dass so eine Lange Trennung von Familie und Freunden mir tatsächlich schwerer fällt als gedacht. Aber das heißt wohl einfach, dass mir was an euch liegt.

Am meisten freue ich mich meinen kleinen Neffen wiederzusehen, der wohl immer wenn er meine Mutter (also seine Oma) sieht “Is de Eric a do?” ruft. Es kann natürlich auch sein, das er nur nach einem Fußballspieler aus Ghana fragt.

Und wichtig sind mir auch noch zwei, mit denen ich nicht telefonieren konnte: Mein Auto und unser Hund. Gerade letzteren nicht sehen zu können ist schwierig, die Restfamilie hatte ich wenigstens mal am Telefon.

Damit ich aber ja nicht auf die Idee komme irgendwelchen Sentimentalitäten nachzuhängen, nachdem ich Samstag gegen 23.00 Uhr deutschen Boden betrete, habe ich mir ein knallhartes Programm vorgenommen. Dazu gehört, das ich am Montag abend um 19 Uhr bereits in Karlsruhe sein werde. Und nicht nur das. Ich werde auch in der Öffentlichkeit und vor Publikum einen Kurzvortrag zum Thema Mikroformate halten.

Dienstag und Mittwoch sind Halbfinals bei der WM, da werde ich (angesichts einer siegreichen deutschen Mannschaft) wohl durchfeiern.

Montag darauf, das ist dann schon der 10. Juli, bin ich dann wahrscheinlich in der schönen Stadt Trier an der Mosel, wo ich – aufpassen! – einen Kurzvortrag zum Thema Mikroformate halten werde. Richtig: Dort ist Webmontag!

Ansonsten bin ich den ganzen Monat frei, will aber auf jeden Fall bei meiner Zivistelle und meiner ehemaligen Schule vorbeischauen. Die darf sich jetzt übrigens “Gesundheitsfördernde Schule” nennen. Das finde ich ja toll. Gesundheitsförderndes, staatliches, naturwissenschaftliches Leibniz-Gymnasium Pirmasens.

Jetzt bin ich schon wieder nicht dazu gekommen was aus von Wien zu schreiben… Häng’ ichs einfach nochmal hier an:

Wien ist toll, die meisten hier sind supernett. Für die pfälzische Seele sogar zu nett und zu höflich: Man muss sich nicht jedesmal entschuldigen, wenn man mich versehentlich beim vorbeigehen streift, echt nicht. Auch nicht, wenn ich Fußball gucke. Erst recht dann nicht.

A propos Fußball. In Deutschland sind wohl alle aus dem Häuschen. Das hält sich hier eher in Grenzen. Das liegt wahrscheinlich daran, das die Österreicher schon zuhause sind und wir ohne Holland nach Berlin fahren.

Nach Berlin wollte ich ja auch. Campen. Also BarCamp. Also Campen mit Computern. Also was für Geeks. Aber September/Oktober bin ich aber leider in der falschen Hauptstadt, nämlich wieder hier in Wien. Das bringt mich aber wieder Geschickt zum Thema zurück.

Bei meinem Studium ist mir nicht wirklich viel gelungen, wie sollte es auch? Nach zwei Monaten quereingestiegen, zu vieles bei dem es hieß “Da hättest du dich aber Anfang März anmelden müssen.” Das ich Anfang März noch nicht immatrikuliert war interessiert da nicht. Naja, kommt Zeit kommt Semester.

Im siebten Stock bei ‘nem Gewitter zu wohnen ist übrigens ziemlich unheimlich. Das gilt vor allem, wenn man sieht, das die meisten Häuser um einen herum wesentlich kleiner sind als das “eigene”. Aber ich hab’s überlebt.

Im Moment ist es übrigens sehr heiß hier, also nicht in diesem Augenblick, sondern allgemeiner. “Heuer” würde der Österreicher sagen. Das ist so das Universalwort, wenn es um irgendwelche zeitlichen Relationen geht, die irgendwie “jetzt” einbeziehen. “Heuer wurde der Bär Bruno erschossen.” (= Heute) oder “Heuer wird ein heißer Sommer werden!” (= Dieser Sommer). Das kann manchmal ganz schön verzwickt sein, wenn es darum geht herauszufinden welches heuer denn nun gemeint ist.

Für Nicht-Österreicher ganz wichtig, wenn ihr mal hier seit: Statt “200 Gramm Hackfleisch” sagt man hier “20 Deka Faschiertes”. Ganz einfach, oder? Ich nehme mir mein Hackfleisch immer abgepackt…

Zum Abschluss noch eine Web 2.0-Sache, für die ich mich just heuer angemeldet habe: Das Studiverzeichnis listet Studierende aus ganz Europa, auch meine Seite findet man dort (aber wohl nur, wenn man angemeldet ist…).

Gerade dies fällt Anfängern noch schwer, sie haben nicht die Techniken, die es braucht um mehr zu schaffen als Tabellen- oder Framelayouts oder WYSIWYG-Umsetzungen. Das alles ist Webdesign nicht.

In den meisten Ländern gibt es keine klassische Ausbildung zum Webdesigner. Von einer umfassende Ausbildung ganz zu schweigen. Webdesigner sind zu 98% entweder Grafik-, Printdesigner oder Webemenschen. Manche haben auch garkeinen gestalterischen Hintergrund.

Und Sohn/Tochter des Nachbarn ist nicht wirklich eine Qualifikation.

Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass 98% aller Webseitenbauer keine Ahnung vom Webseitenbauen haben. Im Gegenteil. So mancher Tabellenbauer wird beim Bauen seiner Tabellenlayouts effizienter sein als ich mit meinem CSS. Aber auch nur solange, bis das Redesign kommt.

Andererseits zählt für einen Kunden meistens nur das Ergebnis. Der Weg ist egal. In sofern ist also das Ziel das Ziel, oder. Heißt das nun, dass wir Webstandards vergessen können. Jahre der Missionarsarbeit – dahin?

Nein. Gerade jetzt ist es an der Zeit die Menschen an der Hand zu nehmen und ihnen zu zeigen, dass der Weg der Webstandards der richtige ist. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir Webdesigner uns emanzipieren können.

Wenn ein Kunde uns sagt “Mach eine Webseite für mein Unternehmen!”, dann machen wir eine Webseite für sein Unternehmen. Und natürlich soll – nein! muss! – diese auf Webstandards bassieren, denn das ist zukunftsfähig.

Lieber Unternehmer: Kümmern Sie sich um Ihre Firma. Um Ihre Webseite kümmern wir uns.

So macht jeder das, was ihm am Besten liegt, das was er am Besten kann. Dazu ist es aber wichtig, dass sich der Unternehmer auf uns Webdesigner verlassen kann. Dazu brauchen wir Webdesigner mit einer Ausbildung. Oder zumindest mit einem Gütesiegel. Denn durch die Weiten des Internets sind wir alle gleich vor unseren Auftraggebern. Und dabei sitzt manchmal nur der Sohn des Nachbarn hinter dem rechner und “verkauft” “professionelle Internetseiten”.

Die Italiener neigen zu Schwalben, das ist bekannt. Aber diese Elfmeterentscheidung in der Nachspielzeit des Achtelfinales gegen Australien war definitiv eine krasse Fehlentscheidung.

Und dann diese Unfairness, nachdem sich der Italiener fallen lässt schaut er zum Schiedsrichter und beginnt mit breit zu lachen. Die anderen Spieler seiner Mannschaften kommen und gratuliern ihm zu dem tollen Elfmeter, den er herausgeholt hat.

Das ist unfair und gehört eigentlich bestraft. Italien hat damit jedenfalls einen unrühmlichen Schlusspunkt unter die australische Geschichte bei dieser WM gesetzt.

Für den Schiri ist das natürlich schlecht zu sehen, während dem Spiel geht das alles sehr schnell. Nach ein paar Zeitlupen kann ich das auch sehen Marc Schwarzer (Australien)

Den [Elfmeter] musste man leider geben. Günter Netzer (ARD)

Elfmeter in der 95. Minute… man kann sich sein Glück auch erzwingen. Man sagt halt, wenn der Schiri pfeift ist es Elfmeter, und wir werden Weltmeister!!! Italienfan in Köln, dem alle Mittel recht sind (via ARD)

Gerade noch im ZDF gehört:

Sechs ist gerade richtig, erst recht vor solch einem Spiel. Jürgen “Kloppo” Klopp (ZDF) zur Frage JBKs ob sechs Tage zwischen den Spielen nicht zu lang sind