Warum bloggst Du?

Naja, ich bin ja nicht eines Tages aufgewacht und habe mir gesagt “Ich mach jetzt ein Blog!”. Im Gegenteit: Ich hatte lange Zeit eine statische Seite und Neuigkeiten per Hand eingepflegt. Irgendwann kam dann ein Weblog per Hand (Strato hatte damals noch kein PHP!) und später dann mit Nucleus bevor ich zu Textpattern wechselte. Und – um zur Frage zurückzukommen – die Vorteile des Bloggens sind die unkomplizierte Informationsveröffentlichung und die Möglichkeit Newsfeeds zu abonnieren.

Seit wann bloggst Du?

Also die Textpatternversion des Blogs ist 2 Jahre und fünf Monate alt und der erste Eintrag erschien am 17. März 2004. Im Snookerblog seit knapp einem Jahr.

Selbstportrait

Immer interessierte Webstandards-Enthusiast, mit einem Hang zum Pool spielen und Snooker schauen. Momentan studiere ich Medieninformatik in Wien. (Also ganz genau habe ich grad Semesterferien…)

Warum lesen Deine Leser Dein Blog?

Ich rufe alle drei jeden Tag an und zwinge sie durch hohe Geldzahlungen… ähhh… Nö, ich glaube die meisten mögen einfach die Inhalte meiner Einträge.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?

Bezeichnender Weise div. Wahnsinn.

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

So wird dir geholfen ist zwar ein Artikel, aber ich habe mir mehr Feedbach davon versprochen.

Dein aktuelles Lieblings-Blog?

Okay, das ist eine schwierige Frage… Aber das BILDblog macht mir doch sehr viel Spaß.

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?

Bin grade meine Feeds durchgegangen, da wärs jetzt unfair eines rauszugreifen.

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

Handisch nachgrezählte 82 Stück. Ja, das ist nicht viel. Reicht mir aber.

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Alle die mir so spontan eingefallen wären hatten schon eins, deshalb hab ich nachgedacht (!!!) und folgende Blogs auserwählt:

  • Thomas von wanhoff.de
  • Steffen von DenkZEIT
  • Mathias von broedel.org (der aber im Moment mit der Schweizer Armee unterwegs ist)
  • Martin von labuschin.com

Doch Lance ist Geschichte. Die neuen Tour-Helden sind Floyd Landis und Andreas Klöden. Carlos Sastre und Oscar Pereiro Sio sind auch mit von der Partie. Und endlich gibt es spannende Duelle vieler Favoriten.

Nein, ich brauche keinen Lance Armstrong, keinen Jan Ullrich und keinen Ivan Basso für eine Spannende Tour. Das Feld ist ausgeglichen und das ist gut so.

Und wenn dann noch leute wie der äußerst sympatische Jens Voigt Etappen gewinnen freut mich das umso mehr.

Den Hut ziehen muss man heute jedoch vor allem vor einem, der gestern einen rabenschwarzen Tag hatte: Floyd Landis.

Auf der 16. Etappe fiel der Mann im Gelben Trikot des Gesamtführenden auf Platz 11 zurück, ihm wurden zehn Minuten und vier Sekunden aufgebrummt. Und heute? Gewinnt er die Etappe nach einer Flucht von bestimmt 150 Kilometern mit sieben Minuten und acht Sekunden Vorsprung auf das Maillot Jaune und liegt so wieder auf Platz drei der Gesamtwertung mit Chancen nach vorne. Noch vor Ullrich-Ersatz Klöden.

Und noch jemand ist zu loben: Marcus Fothen aus dem Team Gerolsteiner trug bis heute das Weiße Trikot für den besten Jungprofi. Heute hat ihm Damiano Cunego fünf Sekunden abgenommen. Der nächste Jungprofi ist mit 1:23.08 Stunden weit abgeschlagen. Hoffentlich kann sich der junge Deutsche das Trikot beim Zeitfahren am Samstag zurückholen.

Spannend ist die TdF allemal. Bleibt nur zu hoffen, dass alle Leistungen ohne Doping erreicht wurden.

Björn führt für seine Entscheidung einige Punkte an, ausgedruckt ist die E-Mail 5 Seiten lang und sehr interessant zu lesen. Folgende Punkte sind ihm besonders wichtig:

  • Aktive Entwicklung und Wartung des Validators. Das W3C vertraut auf freiwillige und um die wichtigen tools für Webdesigner zu warten und zu entwickeln. Björn fragt sich, ob es bei Mitgliedsbeiträgen von 50.000 Dollar pro Kopf nicht möglich sei Entwickler einzustellen. Das W3C empfiehlt Firmen sich auf Webdesigner zu verlassen deren Arbeit den Validator korrekt passiert – doch vieles im Validator funktioniert anscheinend nicht richtig. Wer soll sich darauf verlassen?
  • Hardware könnte man ja wenigstens für das Geld einkaufen, doch auch dafür scheint kein Geld da zu sein. Dies führte auch schon zu Serverausfällen.
  • Zudem sieht er kaum Unterstützung von den W3C-Arbeitsgruppen. Der Validator unterstützt beispielsweise kein XHTML2, da „es keine Benutzbaren DTD geben kann“ (Masayasu Ishikawa). Das sei für eine Spezifikation, die HTML und XHTML wie wir es heute kennen zu wenig.
  • Zudem würden Spezifikationen kaum gewartet werden. Die Angabe <div<div> sei erlaubt obwohl es kaum ein Browser verstehe. Und das Validator-Team will, dass solche Fehler angezeigt werden können. Entsprechende Anfragen blieben unbeantwortet.

Jeffrey Zeldman geht noch weiter und stellt die Institution „Web Standards Consortium“ in Frage:

Von geschäftlichen Zahlmeistern, die als einzige die Mitgliedschaft bezahlen können, abgesehen scheint sich das W3C von den einfachen Designern und Entwicklern abgekoppelt zu haben. Um die Wahrheit zu sagen: Wir und unsere praktischen Anliegen haben die Organisation nie gelenkt. Aber nachdem normale Designer und Entwickler fast eine Dekade investiert haben Webstandards Browserhersteller schmackhaft zu machen und „Best Practices“ zu Zugänglichkeit und Semantik zu entwerfen, könnte man meine, dass das W3C realisiert haben könnte welchen Nutzen eine gelegentliche Konsultation der Basis bringen kann.

Leider scheint sich die Organisation keine Gedanken um unsere Bedürfnisse zu machen und sie scheint nicht an der Nutzung unserer Erfahrung und Einsichten zu interessiert zu sein. Sie bleib ein geschlossenes, ein Einweg-System. Wie alte Fernsehwerbung vor der Einführung des Kabels. Nicht wie das Web.

Das W3C fragt ja nach dem Community-Feedback, bevor es die Empfehlungen beendet. Aber die Leute zu etwas zu befragen was bereits fast fertig ist ist nicht das selbe wie herauszufinden, was sie brauchen und ihnen eine Mitarbeit von Anfang an anzubieten.

Wir brauchen Spezifikationen, die auf unseren Bedürfnissen und die unserer Benutzer basieren. Die kommenden Zugänglichkeits- und Markup-Spezifikationen versagen bei beidem. Wir brauchen Validatoren, die funktionieren und die auf dem neuesten Stand gehalten werden. Stattdessen sind diese Wekzeuge immernoch kaputt, auch wenn die Probleme schon vor Jahren gemeldet wurden.

Zwei dinge können passieren. Entweder wird das W3C eine Kurskorrektur vornehmen, oder die Standardsgemeinschaft wird sich woanders umschauen. Übersetzung von Jeffrey Zeldmans „An angry fix“

Vor allem die Erwähnung von Mikroformaten durch Zeldman ist sehr erstaunlich, doch nachvollziehbar. Wenn die neuen Standards keine Akzeptanz finden werden sich die Webseitenentwickler nach Alternativen umschauen. Diese liegen tatsächlich im Bereich Mikroformate. Es scheint sich generell die Meinung zu verbreiten, dass XHTML 2.0 eine Luftnummer wird.

Die Entwicklung erwarte ich mit Spannung…

Nun gut, man ist ja nicht vor allem gefeit und seit nun rund zwei Monaten bekomme ich Formel1-SMS von Vodafone. Pikant, weil Vodafone auch mein Mobilfunknetzanbieter ist.

Ich hatte vor zwei oder drei Jahren ein ähnliches Angebot bestellt, damals war das aber noch kostenlos. Entsprechend war ich nach meiner Rückkehr aus Österreich verwundert, dass 15 SMS für den Mai und 17 SMS für den Juni auf der Rechnung standen. Im Juni hatte ich die Sim-Karte nichtmal in Betrieb.

Mein erster Anruf aus Deutschland bei der Kundenhotline endete mit dem Ergebnis, dass ich eine Telefonnummer anrufen sollte um dort das Abo abzubestellen. Welches ich nicht bestellt hatte. Aber egal, ich wollte wenigstens in Zukunft die 19,8 Cent pro SMS sparen.

Ich rief also die Nummer an und Kai Eben begrüßte mich vom Tonband. Ich sollte irgendeine Taste drücken um das Abo abzubestellen. Taste gedrückt. Er sagte etwas von “das Abo ist abbestellt” und ich dachte diese Episode läge hinter mit.

Falsch gedacht. Am nächsten Tag erhielt ich eine SMS:

Den Info-Service NEWSEBEL hatten sie nicht abonniert. Bitte überprüfen Sie die Schreibweise. SMS von Vodafone an mich.

Ähhh… also mir war das ja klar. Toll, dass Vodafone das auch bemerkt hat.

Ich habe also wieder die Kundenhotline angerufen. Die zeigte sich verblüfft und konnte mir nach einer kurzen Rücksprache versichern, dass ich alle SMS-Gebühren zurückgezahlt bekäme, wenn ich nocheinmal solch eine SMS bekommen würde.

Und jetzt ratet mal weshalb ich das an einem Formel1-Grand-Prix-Wochenende schreibe… Genau. Am Freitag erhielt ich wieder eine SMS. Samstag angerufen, die nette Stimme am Telefon schrieb mir sofort das Geld gut und versicherte die Sache an die Technik weiterzugeben, da das einzelne SMS seien, ein Abonemment konnte sie nicht feststellen und auch nicht kündigen.

Ich sagte dann, dass ich ja gerne auch jeden Monat anrufen könne. Naja, immerhin bekomme ich mein Geld wieder und habe was zum bloggen. Alles super ;)