10:10 im Barcamp von „Beginn on Time“ auf der Webseite angekündigt ist noch nichts zu spüren. Der Andrang war leider nicht sooo groß und so dürften sich etwa 30 Wissenshungrige zum „One Smart Space“ aufgemacht haben. Das Gebäude liegt mitten in der wiener Innenstadt im Dachgeschoß und erinnert mich an die Location des Webmontags in Trier.

10:17 | Ahhh, es geht los!

10:30 | Okay, 14:30 geht meine Session los, die ich mal optimistisch “Webstandards in der Praxis” getauft habe.

10:49 | Der erste Vortrag über Campa.at ist fast zuende – eine typische Web2.0-Anwendung. Forne, Kalender, Blogs, Social Network. Und alles beta. Sieht aber gut aus und valide ist es auch noch (von ein paar praktischen Invaliditäten abgesehen, die den IE betreffen.).

11:29 | Eine kurze Einführung über „Time Management mit Outlook“ stand gerade auf der Agenda. Meiner Meinung nach zu kurz dafür aber – typisch amerikanisch – sympathisch rübergebracht von Anthony Bull. Glaube aber, dass ich in „Social Software in Corporate Contexts“

Jetzt muss ich meinen Vortrag auch noch auf Englisch halten. Das sollte aber kein Problem darstellen, ich bin ja ein wenig trainiert.

11:33 | „Zuckerrohr & Zuckerrübe“ heißt die nächste interessante Präsentation. Mal schauen worum es sich da dreht.

11:45 | Hmm… das scheint eher etwas existentialistisches zu sein, naja. Okay, da hab ich jetzt nicht soviel mitbekommen, es ging um die „Akademie des Neuen“, die wohl wie ein US-amerikanischer Think-Tank arbeitet.

11:58 | Na, so wirklich Stimmung will hier nicht aufkommen, aber das liegt sicherlich an dem eifrigen Getippe, das zeigt, dass es vielen anderen ähnlich wie mir geht und sie unbedingt ihre Präsentation fertig bekommen wollen.

12:04 | Ah, jetzt kommen die Interessanten Themen: Es geht endlich um Sex. Naja, Cybersex in Second Life. Immerhin.

Da fällt mir Thomas Wanhoffs Einwurf ein, der vorletzten Webmontag meinte:

Klar, Second Life hat in Deutschland keine Chance, weil es da keine Aufträge gibt, wie in World of Warcraft. Weil man nicht gesagt bekommt, was man zu tun hat. Wir Deutschen sind halt eine Führernation. Thomas Wanhoff

12:30 | So, jetzt gibt’s Toasts.

13:17 | Großartig. Dafür, dass ich nicht vorbereitet bin werde ich jetzt wohl auch noch Crossover nach Berlin durchgestellt. Da freu ich mich aber :)

13:43 | Wobei anscheinend funktioniert noch nicht alles. Jetzt beginnt aber die Veranstaltung „Social Software for Vagabonds“. Hört sich interessant an. Erinnert mich an die „Geschäftsidee“ „Rent-A-Couch“, die ich von zwei Jahren schonmal hatte. Oh, die Seite heißt auch noch CouchSurfing.com.

14:14 | Aha, jetzt geht es um Strukturierungen. Das Couchsurfing hört sich immerhin sehr praktisch an, wenn auch mir zu abenteuerlich wäre.

14:31 | Wenn man die Begriffe auf der ÖVP-Seite verbindet, dann bleibt die Nachricht „Österreich bleibt Zukunft“ wohingegen bei der KPÖ die „Menschen“ im Zentrum stehen. Schöne Beispiele von gewichteter Strukturierung.

15:24 | Puh, man kann mit Web Standards and Microformats immer noch ganz schön viele Leute aus dem Raum jagen. Aber ich glaube meine Präsentation war ganz in Ordnung.

Jetzt ist gerade calorie-count.com dran, nachdem wir eine gute halbe Stunde hinter dem Zeitplan her hinken, was aber nicht mein „Verdienst“ ist.

17:45 | Kaffepause… hätte ich gern gehabt, so hatte ich eine nette Unterhaltung über den Sinn eines MacBook-Kaufs.

16:17 | Everything 2.0 – hier geht es um Dinge, die sich ändern sollten. Politics 2.0 zum Beispiel. Sehr Interessant.

16:27 | Okay, Medien 2.0 und Wissenschaft 2.0 ist auch wichtig.

16:31 | Economy, Transportation und Advertising sollten auch endlich mal auf Stufe 2.0 steigen. Alles tolle Ideen.

17:01 | Ich würde gerne weiter Live-Bloggen, aber das Netzwerk ist abgeschmiert, mal schauen, wenn es wieder funktioniert.

17:26 | Nun geht’s um Semantic Desktops. Sehr Interessant. Der Vortragende kommt aus Wien und arbeitet jetzt in Kaiserslautern im „Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz“. Zufälle gibt’s.

17:30 | Grüße nach Berlin übrigens. Dort ist heute schon der zweite Barcamp-Tag.

17:36 | Schade, jetzt ist der Vortrag schon zu Ende, der war wirklich interessant. Wenigstens jetzt noch ne Fragerunde.

17:42 | Na, jetzt wird’s aber doch ein bisschen fad. Von Mash-Ups redet er jetzt. Das war auch eines der Themen bei der d.construct. Unbedingt Podcasts anhören!

18:03 | Nach acht Stunden stelle ich fest: es zieht sich ganz schön… Aber Hacking Google-Maps ist auch sehr interessant. Heut Abend ist auch ist übrigens Barcamp-Party im werkzeugH. Unbedingt vorbeikommen!

18:15 | Jetzt gibt es die letzte Session. Es geht um eine Version von Microsoft Paint mittels JavaScript und CSS per Canvas-Element (nicht Tag!).

18:37 | Okay, zu früh gefreut. Nachdem auch HTML 5 und die WHATWG angeschnitten wurde ging es noch durch ein paar Demos. Nun geht’s zu einer Diskussion über die Zukunft des Webs (alias Web 3.0). Ich bin gespannt.

18:50 | Naja, die Diskussion war nicht so ergiebig. Man sieht sich heut Abend im werkzeugH.

Während die Videos noch auf sich warten lassen sind bereits viele Fotos da:

Erholsam war’s, zumindest teilweise. Viel gearbeitet habe ich und ein wenig Geld auch noch verdient. Was will man mehr?

Die ersten Vorlesungen beginnen zwar erst am 2. Oktober, aber ich muss noch ein wenig behördliches erledigen, da bietet es sich an eine Woche früher anzureisen.

Zudem finden in den nächsten Tagen einige Interessante Veranstaltungen statt: Am Samstag ist das Barcamp und am 2. und 3. Oktober ist BlogTalk für den mir aber 100€ Teilnahmegebühr zu viel sind.

Irgendwann später soll dann doch noch mal ein Webmontag in Wien stattfinden, aber das ist momentan noch Zukunftsmusik.

Ich werde voraussichtlich erst Mittwoch Abend wieder Internet haben, deshalb werde ich heut Nachmittag die Kommentare abschalten. Aber das seid ihr ja gewohnt.

Ich danke all’ meinen Freunden, die ich jetzt in dieser doch sehr langen Sommerpause treffen konnte. Ihr seid großartig! Ich wünsche euch alles gute und hoffe, dass wir uns mal zwischendurch treffen können. Vielleicht hab ich ja mal ein langes Wochenende an dem sich ein Überflug lohnt. Ansonsten sehen wir uns um Weihnachten.

Update: Da das Computerreferat in meinem Wohnheim es nicht schafft seine Öffnungszeiten zu kommunizieren, muss ich noch bis Montag auf meinen Internetzugang warten. Kommentare gibts (dank TU-W-Lan) heute schon wieder.

Egal ob (We-)Blog oder Buchveröffentlichung, egal wie oft eine Aktualisierung stattfindet. Wichtig ist der Beitrag, den die Person der Webstandardsbewegung zukommen lies.

Um den eigenen „Held“ zu veröffentlichen reicht ein Weblogeintrag aus. Eine ausgefeilte Begründung wird natürlich auch gerne gesehen, seitenlange Abhandlungen sind jedoch nicht nötig.

Wäre nett, wenn möglichst viele Leute mitmachen würden, damit wir einen schönen Überblick über die Webstandards-Community haben. (Und wenn niemand mitmacht, dann binde ich es an ein Stöckchen und werfe es herum ;) )

Mein Webstandards-Held: Stefan Münz

Ich mache mal direkt den Anfang: Mein Held ist Stefan Münz. Mit seiner (X)HTML-Sammlung SELFHTML hat er den Grundstein für viele Webentwickler gelegt.

Durch seine Seiten mit (schon in Version 5 oder 6) großartigen Beispielen lernte ich beinahe sämtliche Grundkenntnisse. Und auch wenn mittlerweile das Projekt auf mehrere Schultern verteilt ist (die Personen, denen die Schultern gehören, sind hiermit auch ausdrücklich gelobt) hat Stefan doch den Startschuss für das Projekt gegeben.

Außerdem kommt er aus Rheinland-Pfalz :)


Hardware und Performanceprobleme

Grundsätzlich ist die Hardware wirklich gut, das Gehäuse neigt meiner Meinung nach aber durch seinen Hochglanz zum verkratzen, die Verarbeitung ist durchweg gut. Was mich ein bisschen stört sind die scharfen Kanten an den Handauflagen, aber mittlerweile habe ich dort eine Hornhaut ausgebildet ;).

Weiß als Farbe ist für mich eh ungewohnt, man denkt irgendwie immer, dass es dreckig ist. Es ist allerdings nur eine andere Art von Dreck, den man sieht, mit Staub beispielsweise habe ich viel weniger Probleme als vorher.

Die Akkulaufzeit ist mit knapp fünf Stunden doch sehr beachtlich und animiert zum Arbeiten fernab von Steckdosen. Schade ist, dass nur zwei USB-Anschlüsse vorhanden sind und sich mein Scanner partout weigert mit dem Mac zusammen zu arbeiten. Naja, selbst schuld, wenn man sich einen Tevion-Scanner kauft, denke ich. Mein Canon-Drucker (iP1600) hingegen arbeitet ohne Probleme Hand in Hand mit dem Mac.

Die Entscheidung für nur 512MB Arbeitsspeicher (zu der mich mein Bankkonto nachhaltig gedrängt hat) war wohl nicht so optimal, manchmal geht das MacOS dann doch ganz schön in die Knie, gerade bei X11-Anwendungen, womit wir bei der zweiten Überschrift wären, die da lautet:

Betriebssystem und Software

Das Betriebssystem ist genial. Intuitive Bedienung bei Computern gibt es also doch! Mein Highlight war übrigens die Entdeckung der Highlight-Funktion in der Systemsteuerung den Systemeinstellungen. Man hat ein kleines Suchfeld und wenn man dort seinen Suchbegriff eingibt werden die Bereiche der Systemeinstellungen durch einen Spot hervorgehoben, die das Suchwort erhalten. Je weniger Bereiche das sind desto intensiver wird das “Licht”.

So intuitiv wie das Betriebssystem ist so unintuitiv sind manche Programme, gerade wenn sie sich nicht an das Design des Betriebssystems anpassen. Bestes Beispiel ist GIMPShop, das sich sehr träge verhält und gar nichts von einer MacOS-Anwendung hat. Vor allem die Aufteilung in verschiedene unabhängige Fenster hat dort deutliche Nachteile.

Der Webbrowser meiner Wahl ist übrigens Safari. Er ist schnell, startet gut und hat fast alle Features, die man braucht. Einzig bei der Entwicklung von Webseiten greife ich auf den Firefox zurück. Camino ist mir persönlich zu langsam und hat es nicht geschafft meine Begeisterung zu wecken. Aber schauen was noch kommt, Browser für Mac gibt es genug – Shiira, OmniWeb und wie sie noch alle heißen. Vielleicht kann mich einer von denen überzeugen.

Texteditor meiner Wahl ist momentan Smultron (übrigens schwedisch für “Erdbeere”), der für seinen Preis von 0,00 Euro genug Komfort bietet. Textmate oder skEdit sind eine Wahl, wenn man etwas in Software investieren will.

Ein Tool, das ich nicht mehr missen möchte ist Quicksilver. Per CTRL+Leertaste öffnet sich ein Fenster, die Eingabe des Programmnamens (meist reichen die ersten drei Buchstaben) startet es. Keine Suche mehr im reichlich unübersichtlichen Programmeordner, der dem Win-Startmenü Konkurrenz macht.

Ansonsten sehr empfehlen kann ich Adium, der neben ICQ auch alle anderen IM-Protokolle kann. CoreDuoTemp zeigt die Prozessortemperatur an, momentan knapp 60°C. Den E-Bay-Versteigerer GarageSale habe ich bei MacZot.com für 12 Euro abgestaubt. Newsreadertechnisch kann ich sowohl Vienna als auch NewNewsWire Lite empfehlen. Ersteres hat einen integrierten Browser, letzteres eine weniger hakelige Bedienung.

Nicht vergessen sollte ich die Freeware-Fontverwaltung Linotype FontExplorer X und Telekinesis. Letzteres macht die Apple-Remote-Fernbedienung auch Benutzbar um sie beispielsweise bei S5-Präsentationen einsetzen zu können. Die Registrierungsgebühr von 7 Dollar unterstützt übrigens in das Vorhaben des Programmierers ein Pro-Wrestler zu werden, wenn das mal keine Zukunftsinvestition ist!

Textverarbeitung und Tabellenkalkulation meiner Wahl ist wie unter Windows OpenOffice.org.

English Description

Hinweis: Es gab einen Fehler in Version 0.1, der verhinderte, dass das Plugin mehrmals auf einer Seite ausgeführt werden konnte. Dies wurde nun behoben.

Ein weiteres Plugin für Textpattern gibt es nun hier zum Download.

Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken, der Code kommt zu 80% von Shaun Inman, der rest aus der Textpattern Codebase.

Ich habe nur zusammengebracht, was zusammen gehört.

Das Plugin vermeidet sogenannte „Witwen“, früher „Hurenkinder“. Das sind Wörter, die alleine in einer Zeile stehen.

Zur Benutzung: Einfach nach Installation und Aktivierung des Plugins den <txp:title />-Tag durch <txp:egg_widont /> ersetzen.

Avoid Widows in Titles

Attention: There was an error in version 0.1 which prevented using this plugin multiple times on one page.

Even I created this plugin, Shaun Inman and the Textpattern developers did the majority of the work.

This Plugin avoids “widows”, lonely words in one line.

You can download it here.

Usage: Just install and enable it. Then you have to replace all <txp:title /> tags with <txp:egg_widont />.