Am Wochenende war DevHouse in Köln. Ein DevHouse ist ein BarCamp, allerdings auf eine sehr technische und gleichzeitige relaxte Art und Weise.

Doch bevor ich meine DevHouse-Erlebnisse festhalte: Am Vorabend war Geekkochen. Organisiert u.a. von .dean und der Schokodinatorin trafen sich einige (mehr oder minder) bekannte Web2.0-Pesönlichkeiten um gemeinsam zu kochen (wer hätte das gedacht). Unter der Leitung von der Autorin des Kochbuchs für Geeks (Partnerlink), Mela Eckenfels, haben wir es sogar geschafft ansprechende Gerichte zu schaffen.

Das futtrn.de-Team, Michael und ich, kredenzte eine vorzügliche Gemüsesuppe oder das was eine hätte werden können. Das Hauptgericht war allerdings wahrlich lecker. Pasta mit Mangold und einer Senfsauce. Lecker. Leider mussten die zahlreichen Nachspeisen wie Omlette (aus dem Tiefkühlbeutel!) und Weckkuchen den vollen Mägen weichen mussten. Lediglich Billys Vanilleeis mit Kürbiskernöl (aus der Steiermark) fand breite Zustimmung. Bei gefühlten Temperaturen um die 70°C war das jedoch keine wirkliche Überraschung. Verursacht wurden diese Temperaturen von den Scheinwerfern, denn wie es sich für eine echte Web2.0-Veranstaltung gehört wurde alles mitgefilmt.

Ein Dank geht an die Organisatoren, an das Kamera-Team und an die anderen Köche. Es war ein schöner Abend und es war nett euch alle zu treffen.

Am Abend ging es dann noch zur PreDevHouseParty – oder so ähnlich – bevor es ins Hotel ging. Samstag früh dann war endlich DevHouse.

Dank reichlich vorhandener Sponsoren mangelte es uns an nichts und auch wenn der Anfang schleppend verlief so wurden doch einige engere Kontakte geknüpft. Die erste Session, APIs, hörte sich gut an, war leider aber auf die Anbieter von API-Schnittstellen zugeschnitten und daher für mich langweilig. Schade. Im Anschluss klärten die versammelten Webkrauts, das waren Jens, Nicolai, Perun, Stefan und ich unter der Mithilfe von Billy einige Details zur zukünftigen Ausrichtung der Webkrauts.

(Zwischendurch schlug mich Teemow bei Wii-Tennis, aber das ist nicht so wichtig…)

Der Abend brachte entspannende Gespräche beim Grillen und einen kleinen Einblick in CSSDoc, einer Art Metasprache für CSS. Ich zeigte dann kurz die Funktion von CSSEdit Gruppen zu verwalten. Insgesamt eine sehr interessante Sache, ich hoffe das wird von vielen Editoren eingebaut, da es hilft die CSS-Dateien ordentlich zu dokumentieren.

Anschließend schlug ich Teemow beim Wii-Tennis (Wichtig!). Das Training für das Barcamp in drei Wochen müsste jetzt ja beginnen.

Nach dem Grillen irrte ich noch ein wenig durch die kölner Nacht bevor ich erneut im Hotel ankam. Immerhin kam ich an ;)

Die erste Session am nächsten Tag drehte sich um CakePHP. Tolles Thema, aber wieder zu weit von meiner Programmierrealität weg. Ich bin vielleicht halt doch kein Programmierer. Der CSS-Session blieb ich dann fern, da sie mit der beliebten Session „Mittagessen“ kollidierte. Anschließend zeigte uns der Porno Schorsch seine Projekte, die er mit Adobes AIR erstellt hat. Sehr interessant. Werde ich in Zukunft mal ausprobieren.

In einer dritten Session redete Gernot über die Entwicklung von Cocoa-Applications für den Mac und zeigte wie man ganz schnell einen eigenen Browser basteln kann. Beeindruckende, aber schwere Kost. Trotzdem (oder deshalb) interessant.

Ein Dank geht auch hier wieder an die Organisatoren und die Sponsoren. Es war ein tolles Wochenende.

Es gibt von beiden Events Bilder auf Flickr, unter dem Tag Gekkochen findet man eben dieses und das DevHouse ist unter DevHouseCologne zu finden. Billy hat auch Bilder gemacht.

Bereits auf der Startseite zeigt sich das neue Konzept. Unter dem Kopfbereich befindet sich die horizontale Navigation – das hat sich nicht geändert. Doch die aktuellen Informationen wurden aus dem Kopf heraus genommen und werden in der Seitenleiste wieder erscheinen, sobald ein Turnier läuft.

Die Hauptinformationen findet man nun in einer breiten Hauptspalte links, Sekundärinformationen rechts. Die Kategorien werden wie Labels über den Titeln angezeigt. Zudem wurde der Informationsgehalt auf das wesentliche reduziert. Neu ist auch die große Kommentareinladung. Dadurch erhoffe ich mir mehr Kommentare und ein gesteigertes Interesse.

Überhaupt Kommentare: Diese hatten bisher einen beengten Platz in der Seitenleiste. Nun sind sie am gewohnten Platz unter dem Artikel, dort werden Kommentare auch gesucht. Ein großes Eingabefeld hat ebenfalls endlich seinen Platz auf die Seite gefunden.

Nicht ganz neu, aber prominenter platziert ist die Datenschutzerklärung. Auf sie wird nun vermehrt hingewiesen, da ich die Aufmerksamkeit für das Thema sensibilisieren möchte.

Neuigkeiten im Layout gibt es zudem in der Turnierübersicht. Dort werden die Turniere eines jeden Jahres angezeigt, eventuelle Turnierbäume verlinkt und die entsprechenden Newsartikel. Momentan ist das noch sehr lang und optimierungsfähig.

Bei den Turnierbäumen gibt es eine relativ große Änderung. Statt dem Baum die volle Breite der Seite zu Verfügung zu stellen wird jetzt nur noch ein Teil des Baumes angezeigt und es kann dann über große Buttons gescrollt werden. Das erhöht hoffentlich die Übersichtlichkeit.

Die Schulen in Deutschland versagen immer öfter, auf ein System der Industrialisierung hin entwickelt schaffen sie es nicht sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Dabei sind die Möglichkeiten in den Informationsgesellschaften unendlich, doch niemand möchte es wahr haben.

Das Problem ist, dass keinerlei persönliche Einflussname auf das, was eigentlich erlernt wird, genommen werden kann. Mathe, Deutsch, Englisch und eine weitere Fremdsprache werden allen anderen Fächern so weit vorangestellt und bevorzugt, dass eine ganzheitliche Bildung eben genau nicht erreicht wird.

Die individuellen Vorlieben können meist von der Schule nicht gefördert werden. Das führt zu einem uniformierten Haufen von Schülern, deren Persönlichkeit vollkommen unterdrückt wird.

Warum, ich finde das Beispiel gut, konnte ich Informatik nicht als Leistungskurs nehmen, warum gab es Informatik erst ab der Oberstufe? Wenn ich nicht neben der Schule mich zusätzlich damit auseinander gesetzt hätte, dann hätte ich keinerlei Qualifikation in diesem Bereich.

Ein anderes Beispiel ist, dass man auf dem Weg von der 10. in die 11. Klasse wegen eines Faches sitzen bleiben kann, welches man in der 11. überhaupt nicht mehr hat. Wenn ich also Französisch nicht mag – und das weiß – und es deshalb in der Oberstufe nicht wähle – weil ich das weiß -, dann ist eine schlechte Leistung im letzten Jahr davor zumindest für mich kein Grund einen Schüler sitzen bleiben zu lassen.

Doch mit Flexibilität ist es in unserem Schulsystem ja nicht weit her. Dazu kommen Noten, die zu keiner Zeit nachvollziehbar sind. Epochalnoten (Mitarbeitsnoten in einer bestimmten Epoche) sind so ein Beispiel. Zum einen ist die Frage, warum man Eponoten auf ein paar Wochen im Schuljahr überhaupt begrenzt, sollen sie doch zum Mitmachen antreiben (tun sie selten). Zudem können Schüler oft nicht nachvollziehen wo sie stehen. In einer Stunde mit Frontalvortrag, in der es nur zwei, drei Möglichkeiten zur Beteiligung gab, reicht es da sich auch mal nicht gemeldet zu haben? Hätte man sich mindestens ein-, zwei-, dreimal melden müssen um eine gute Note zu bekommen? Oder muss man auch dran kommen? Und wenn man dran kommt und was sagt, zu welchem Grad war die Antwort richtig?

Jede Stunde unterscheidet sich von einer anderen und es ist für Schüler schwierig die Notengebung nach zu vollziehen. Manchmal gibt es erst nach der Hälfte der Zeit einen Zwischenstand. Bei manchen Lehrern lautet der „Naja, ich würde mich noch ein bisschen mehr anstrengen.“ (was alles heißen kann) und bei anderen bekommt man konkrete Noten „4-5-4-4-5-6-3-2-4-5“ – Diese Stunden zuzuordnen, zu wissen, wann man was weshalb richtig gemacht hat und wann was falsch, ist schwierig bis unmöglich.

Letztlich müssten die Lehrer nach jeder Stunde direkt jeden bewerten und dies ihm auch mitteilen, nur so hat der Schüler die Chance auf Verbesserung.

Ein weiterer großer Fehler des Schulsystems liegt darin, dass es keine einheitlichen Regeln für die Notengebung in Nebenfächern gilt. In einem Fach gibt es zwei Noten im Halbjahr, in einem anderen vier im nächsten sechs. Wenn dann die zwei Noten noch aus einem Überraschungstest und einer Eponote (s.o.) bestehen, so ist die Note im Zeugnis nur eine Lotterie.

Jede Note bei dem den Schülern die Chance genommen wird sich zu verbessern enttäuscht diese Schüler, nimmt ihnen die Lust am Lernen. Nicht mal der Ehrgeiz es dem Lehrer zeigen zu wollen kann dann noch eine Verbesserung bewirken.

Und mit einem fünfer zur Halbzeit ist es dann auch schwierig auf eine gute Note im zweiten Halbjahr zu kommen – wie auch immer man das drehen und wenden mag.

Hinzu kommt das kaputte Lehrer-/Schülerverhältnis. Lehrer empfinden anscheinend sadistische Lust schlechte Noten an Schüler zu verteilen. Dazu haben sie sich sogar Strategien einfallen lassen wie das von Jochen Lüders in seinem Blog JochenEnglish vorgestellte ALP, die ungefähr so funktioniert:

Das Grundprinzip von ALP besteht darin, Schulaufgaben zu schreiben, auf die sich der Schüler kaum bzw. überhaupt nicht vorbereiten kann. Schließlich soll er ja „selbständig“ und „selbstorganisiert“ sein Englisch verbessern und nicht lediglich „extrinisch motiviert“ nur auf die nächste Schulaufgabe lernen. (…) Wichtig ist bereits die Ankündigung der Schulaufgabe. Entweder man bleibt sehr vage („irgendwas mit Immigration“) oder – noch wesentlich effektiver – man sagt den Schülern ganz genau was sie machen und lernen sollen, bringt in der Schulaufgabe dann aber etwas völlig anderes. (…) Dabei übt er wertvolle skills wie intelligent guessing, speculating und predicting.

Was er schreibt trifft meiner Erfahrung nach auf fast alle Fächer zu, bei fast allen Prüfungen. Und das ist das wirkliche Problem dabei. Wie oft wird am Anfang eines Schuljahres angekündigt, dass für jede Stunde die letzten beiden Stunden zu lernen sind? Das ist genau der Umfang, der in Tests abgefragt werden darf. Meist ist aber auch die Stunde davor noch Teil des Prüfungsstoffs – wenn der Lehrer so was sagte wie „Wie Sie letzte Stunde ja gesehen haben war…“. Das reicht um die komplette Stunde vorher ebenfalls prüfungsrelevant zu machen, zumindest aus der Sicht des Lehrers. Für Schüler ist das selten nachvollziehbar.

Zudem gibt es zu viele Fächer, die alle um die Aufmerksamkeit des Schülers buhlen. So ist das – zumindest bei schwächeren Schülern – Lernen für das Fach in dem der Test geschrieben wird eher Glückssache, weil er ja für alle (sechs) Fächer am nächsten Tag lernen soll, sich vielleicht noch was hinzuverdient und auch noch außerschulisch sich weiterbildet. Der Schüler wird in einem solchen Fall Prioritäten setzen, und es ist nur logisch, dass diese nicht auf Erdkunde, Geschichte oder Biologie liegen, wenn er daran kein Interesse hat.

Zum Abschluss möchte ich darauf hinweisen, dass im Text sehr grobe Verallgemeinerungen vorgenommen wurden. So ist nicht jede Epochalnote nicht nachvollziehbar, nicht jeder Test kommt aus heiterem Himmel und nicht jeder Lehrer ist ein Sadist. Für Tod halte ich unser Schulsystem trotzdem und möchte zum Ausklang noch ein Video einbinden. Das Video heißt „Do schools kill creativity?“ (ich finde „ja“) und ist ein Vortrag von Sir Ken Robinson:

Mit dem gestrigen Webmontag hat das Semester in Wien endgültig sein Ende gefunden, jetzt wird erstmal ein wenig die Freizeit genossen bevor die ganzen frühsommerlichen Community-Events beginnen.

Heute geht es ab 8.30 Uhr erstmal per Zug Richtung Heimat, denn wir wissen alle: Zuhause kann man am Besten Urlaub machen. Und nächste Woche dann geht es richtig los. Montag ist pl0gbar in Mainz.

Leute treffen, fachsimpeln oder einfach nur bei Bier oder Kafe Latte plaudern. Lerne die Menschen hinter den Pixeln kennen, in Farbe und bunt! Wage den Schritt ins echte Leben, treffe Leute, die Du bisher nur aus Deiner Kontaktliste kanntest und lerne neue kennen, die deine Interessen teilen.

Verspricht sehr nett zu werden, quasi als Webmontag ohne Programm, ein einfaches Treffen um alte bekannte wieder zu sehen oder neue Gesichter zu entdecken.

Am Freitag der gleichen Woche darf gefuttrt(TM und so) werden. Bei Futtrn treffen sich um die zehn „Webfreaks“ (und „-freakinnen“) um zu kochen und anschließend – ihr ahnt es – zu futtern.

Am selben Wochenende findet dann am selben Ort, nämlich Köln, eine weitere, sehr spannende Veranstaltung statt. Das DevHouseCologne öffnet seine Tore.

Inspiriert vom DevHouse und von BarCamps soll Dev House Cologne eine Party für Programmierer und Designer werden um Ideen, Projekte, Visionen auszutauschen und voranzutreiben. Es sollen zwei super informative und produktive Tage in einer lockeren (Party-) Atmosphäre werden!

Die Mitmacher-Liste ist mit illustren Namen gefüllt, einige davon Webkrauts. Die Projekte klingen auch sehr interessant, ich hoffe da einiges von mitnehmen zu können (Erfahrung, kein Merchandising).

Das ist ungefähr der Plan für die nächsten zwei Wochen, jetzt ist es kurz vor 6, also Zeit zum aufstehen… Ähhh… ja. Und nach der laaaaangen Zugfahrt heute gibt es auch mehr zum TTT-Programm. Zumindest hoffe ich das.