Fast niemand. HTML5 wird von keinem Browser aktiv unterstützt, es geht im Moment nur nichts kaputt1. Das ist eine tolle Sache, eignet es sich doch für Experimente wie diese Seite hier oder für das ein oder andere Experiment zum Beispiel mit den audio und video-Elementen.

Alle, die nicht experimentieren wollen oder können, zum Beispiel bei Projekten für Kunden oder den Arbeitgeber, sollten HTML5-Features nur ganz, ganz sparsam einsetzen und nur Teile, die sicher2 sind (Es folgt eine Auflistung).

  • <!DOCTYPE html>
  • style und script-Elemente ohne type-Attribut

Alle anderen Dinge haben in aktuelleren Browsern die eine oder andere Nebenwirkung oder funktionieren nicht. Wer sich mit der Semantik der neuen Elemente auseinandersetzen will (article usw.), der möge auf divs mit Klassen zurückgreifen, die zuverlässig funktionieren. (Außerdem empfehle ich durchgehend XML-Syntax.)

Übrigens wird gerade extrem in der Spezifikation ausgemistet und gearbeitet, sie soll nämlich im Oktober als Candidate Recommendation erscheinen. Da kann sich also noch einiges ändern. Eines der letzten Opfer beispielsweise ist das datalist-Attribut.

1 Außer im IE und im Firefox < 3, da geht’s kaputt.

2 Im Sinn von „ohne JavaScript in Browsern funktionieren“

Unter der Federführung der Aktion Mensch bzw. ihres Einfach-für-Alle-Projekts haben viele Organisationen geholfen einen Übersetzungsentwurf der „Richtlinien für barrierefreie Webinhalte 2 (WCAG2)“ zu erstellen.

Jetzt darf die Öffentlichkeit zur Übersetzung Stellung nehmen, bitte beachtet, dass es dabei nicht um Inhaltliche Fragen geht. Das Dokument wird eine 1:1-Übersetzung des englischen Originals. Um Einfach für Alle zu zitieren:

„Die Übersetzung soll als gleichwertige, ebenfalls normative Version neben dem englischen Original veröffentlicht werden. Daher wäre es wichtig, dass möglichst viele der von den Richtlinien Betroffenen den aktuellen Entwurf Korrektur lesen, mit dem englischen Original abgleichen und ggf. Verbesserungen vorschlagen – seien es Designer, Texter, Konzepter, Front- & Backend-Entwickler, aber natürlich auch Anbieter von Websites und Software-Häuser, die z.B. Redaktionssysteme herstellen.“

Wer mehr über den Übersetzungsprozess herausfinden will, kann dieses Interview mit mir zum Thema bei bizeps.or.at lesen.

Nachtrag: Die Kommentare dürfen sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch abgegeben werden.