Wieder wird man von „Edgar Wallace sein Nachbar“ begrüßt. Die Story ist schnell erzählt: Der Wixxer ist zurück und er hat sechs Gräber ausgehoben. In einem weiteren liegt der ehemalige Wixxer und Partner des Chiefinspektors Even Longer (Oliver Kalkofe), Rather Short (Thomas Heinze). Die anderen sind unter anderem für seinen neuen Partner Very Long (Bastian Pastewka) und für Victoria Dickham (Christiane Paul) reserviert. Die Jagd auf den Wixxer beginnt.

Der Film sprüht nur so von ironischen Kommentaren und Begebenheiten, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen. Dazu kommt, dass der zweite Teil eine höhere Wertigkeit hat als der erste. Allein das Titellied von „The Dead 60es“: „Return of the Ghostfaced Killer“, das man direkt am Anfang hört passt gut. Dazu Musik, die von James Bond abgekupfert ist.

Ein Highlight ist Alfons Hatler (Christoph Maria Herbst). Die Hitler-Parodie ist deshalb so gut gelungen, weil man sich erst gar nicht an historischen Fakten aufhält, sondern ihn als Leiter einer Irrenanstalt in Szene setzt. Für diesen ist es einfach lächerlich, wenn er sagt: „Sie müssen nur an sich glauben… dann können Sie die ganze Welt erobern!“

Für mich war dieser Teil ganz klar besser als Teil 1, besser als der Schuh des Manitu und lichtjahre Besser als Periode 1. Anschauen, anschauen, anschauen!


Doch “Am Tag als Bobby Ewing starb” beweist etwas anderes viel deutlicher und eindrucksvoller. In den 80ern hatten viel mehr Menschen klare Ideale, und es war auch wesentlich einfacher, diese zu vertreten. Helmut Kohl, die Atommafia, die Polizei – alle hingen irgendwie zusammen und bildeten ein klares Feindbild.

Der Gegner, gegen den es sich zur Verteidigung der Ideale zu richten galt, war somit deutlich auszumachen – umgekehrt natürlich genauso. Den Menschen im Westdeutschland der 80er ging es zudem auch wirtschaftlich ausgesprochen gut. Sorgen machte nicht die nackte Existenz, sondern die Volkszählung, das Waldsterben, die Atompolitik, Kriege und Hunger in fernen Ländern.

“Am Tag als Bobby Ewing starb” macht die Sehnsucht nach all dem deutlich wie kein Film zuvor. Sich in der heutigen Zeit Ideale zu leisten kollidiert mehr denn je mit wirtschaftlichen Existenzfragen, und auch ein klares Feindbild ist nicht auszumachen.

Die kapitalistische Gesellschaftsform in ihrem aktuellen Zustand krankt an so vielen Ecken und Enden, daß die Menschen nicht nur ständig damit beschäftigt sind, Löcher zu kitten, sondern überdies auch überhaupt nicht mehr wissen, gegen wen sich ihr Groll überhaupt richten soll. Da paßt es, daß nun auch das Ende der 68er Generation und ihres immer mehr zur Symptompolitik verkommenen Ausverkaufs der Ideale dräut. Depression ist angesagt.

In Lars Jessens Film liegt all das unter der von ulkiger Ausstattung und nostalgischem Witz geprägten Oberfläche, womit “Am Tag als Bobby Ewing starb” eigentlich mehr über das Heute erzählt als über das Gestern. Schnitt.de

Jaja, ich weiß. Geiler Titel für das erste Posting 2006, aber man muss sein Niveau ja halten.

Anlass für diesen Titel ist aber nicht meiner eigenen Verrücktheit zu schulden sondern resultiert aus einem kleinen oder feinen Schreibfehler in der Pro7-Webung von ICQ (siehe Screenshot).

Der neue Film von Curtis “0,50 Euro” Jackson heißt nämlich nicht etwa “Get Rich Or Die Train’” (also “Werde reich oder stirb, Zug” bzw. “Werde reich oder stirb trainierend”) sondern Get Rich Or Die Tryin’ (was soviel bedeutet wie “Werde reich oder stirb beim Versuch”).

Dieses Jahr wirklich am Ende des Jahres und nicht einen halben Monat vorher die Highlights 2005 aus Film, Fernsehen und Internet.

Bester Kinofilm

  1. Batman Begins
  2. Hitch – Der Date-Doktor
  3. Hostage – Entführt
  4. Per Anhalter durch die Galaxis

Größte Enttäuschung: Star Wars Episode III – Die Rache der Sith

Beste Serien

  1. CSI:NY (VOX)
  2. Navy CIS (Sat.1)
  3. Criminal Intent (VOX)

Beste Bücher

  1. AJAX: Frische Ansätze für das Web-Design
  2. Der weiße Neger Wumbaba

Beste CDs

  1. Seeed: Next!
  2. Jack Johnson: In Between Dreams
  3. Ohrbooten: Spieltrieb
  4. Adam Green: Gemstones

Beste Webseiten

  1. 24ways
  2. 456 Berea Street
  3. A List Apart
  4. CSS Beauty
  5. Design Shack

Freud’sche Fehlleistung des Jahres: Angela Merkel

Deshalb sage ich: Rot-Grün kann unser Land nicht mehr regieren. Die PDS darf unser Land nicht regieren. CDU und CSU gemeinsam mit der SPD… Angela Merkel am 01.07.2005 im Rahmen der Diskussion um die Vertrauensfrage Schröders

Wenn sie gewusst hätte wie’s kommt…

Voller Vorfreude und mit großen Erwartungen besuchte ich die Vorstellung des Films Fantastic Four und wurde bitter enttäuscht:

Die Charaktere wurden lieblos dahin gespielt und anstatt sich auf die Action und die Spannung zu konzentrieren wurde die Geschichte der „Fantastic Four“ erzählt. Das mag ja auch für den einen oder anderen interessant gewesen sein, ich fand es einfach nur langweilig.

Daneben fiel mir die missglückte Übersetzung auf: Während der Film – um Verwechslungen mit einer deutschen Hip-Hop-Gruppe vorzubeugen – den englischen Titel trägt werden die Protagonisten im Film „Die Fantastischen Vier“ genannt. Und ob die Übersetzung von „Human Torch“ und „The Thing“ so schlau war, möchte ich bezweifeln.

Ein weiterer Schwachpunkt des Films sind die Spezialeffekte auf, die ihren Namen teilweise nicht verdient haben: Die „Fackel“ ist zwar nett animiert, aber Feuer ist ja nun wirklich kein Kunststück. Und Unsichtbarkeit ist auch nicht sooo schwierig darzustellen. Anders ist es da mit der Fähigkeit von Doktor Richards, der seinen Körper gummiartig dehnen kann. Schon in der ersten Szene in der er die Fähigkeit benutzt sieht die Hand wie Plastik aus, sehr unrealistisch. Und auch bei Ben sieht man, dass das Kostüm aus Plastik ist. Schade eigentlich.

Die Story kann man in ein paar Sätzen zusammenfassen: Der Pleite Wissenschaftler Reed Richards (Ioan Gruffudd) reist zusammen mit seinem Freund Ben Grimm (Michael Chiklis) und dem Geschwisterpaar Sue (Jessica Alba) und Johnny Storm (Chris Evans) in den Weltraum um die Auswirkungen einer kosmischen Wolke auf die DNS von Pflanzen zu untersuchen. Dabei ist er auf die Geldmittel von Victor Von Doom (Julian McMahon) angewiesen (der natürlich mit in den Weltraum reist), sowie auf dessen Raumstation. Durch was-auch-immer erreicht die Wolke das Raumschiff sieben Stunden früher als von Richards berechnet.

Während sich Doom in einer – vermeintlich – sicheren Zelle der Raumstation befindet werden die anderen direkt von der Wolke getroffen. Sie erhalten Superkräfte.

Fazit: Zwei von fünf Sternen. Der Film lohnt sich nur, wenn man Jessica Alba schon immer mal für zwei Sekunden in Unterwäsche sehen wollte… Ich hoffe auf eine bessere Fortsetzung (und warte gespannt auf Sin City – Erscheint am 11.08.2005).