Entschuldigt die langen Zeiten der Inaktivität in letzter Zeit, aber manchmal gibt es wichtigeres als über HTML und CSS zu bloggen oder politisch-kritische Texte zu schreiben. Manchmal geht es nur um eines und das ist die Zukunft.

Nachdem es mir nicht möglich war in Deutschland einen Bachlor in Medieninformatik zum Sommersemester zu beginnen, habe ich mich entschieden mein Studium in Österreich aufzunehmen. Genauer gesagt an der TU Wien. Das verhilft mir, neben einem bald zu erwartenden DSL-Anschluss, auch dazu nicht auf glühenden Kohlen sitzen zu müssen.

“Weshalb Wien?” wird sich der geneigte Leser fragen und “Wohin geneigt?” könnte ich zurückfragen. Die Antwort auf die Frage “Weshalb?” ist einfach: Es war schnell zu finden, die Zulassungsvoraussetzungen sind Klasse (es gibt keine) und die Anbindung ist gut. Außerdem läuft die Immatrikulation bis zum 30.03.06, was mir natürlich entgegen kommt.

Was noch fehlt ist eine Unterkunft, also eine WG oder ein Platz im Studentenwohnheim. Darum werde ich mich in der kommenden Woche kümmern, bevor ich nächsten Mittwoch Abend zum Einschreiben nach Wien fliege.

Dann nur noch meinen Zivildienst zuende bringen und ab geht’s.

Über ein Drittel der Zivizeit habe ich nun schon hinter mir. Das ging schneller als erhofft.

Im Großen und Ganzen habe ich gute Erfahrungen gemacht, die Tage sind meist arbeitsreich. Die Arbeitszeiten kommen mir nicht wirklich entgegen, sieben Uhr morgens ist dann doch ein sehr früher Arbeitsbeginn. Dafür bin ich aber schon um 16 Uhr zu hause.

Schön ist auch, dass wir ein relativ großes Zivi-Team sind: Neben zwei Lager- und drei Cafeteria-Zivis gibt es einen Verleih-Zivi. Den letzteren Job werde ich ab Januar übernehmen. Ab Januar fehlen uns allerdings vier Zivis, ein Lager-Zivi verlässt uns Ende des Monats, zwei Cafeteria-Zivis und der besagte Verleih-Zivi beenden ihren Dienst am 31.12. Bedarf an Nachwuchs besteht!

Ansonsten werde ich ab Montag die Zivildienstschule in Trier besuchen. Themen sollen “Erfahrungs- und Handlungsfelder der politischen Bildung, 1. Zivildienst, 2. Demokratie und Gesellschaft” sein. Der Lehrgang dauert eine Woche.

So, das nur mal um euch einen kleinen Einblick zu geben. Die haben dort auch einen “Internetraum”, mal schauen, ob ich da mit dem Notebook ran kann, wär ja schon praktisch. Dann gibts auch nächste Woche wieder ein paar Updates.

Vorbemerkung: Ich verstoße hiermit nicht gegen meine Verschwiegenheitspflicht, da ich nur allgemeine und nicht-vertrauliche Informationen veröffentliche.

Aber nun zur Tagesbeschreibung:

Heute morgen nach Kaiserslautern gefahren, im Mensagebäude (mit der Nummer 30) zuerst unzählige Formulare unterschrieben. Aber das ist man mittlerweile ja gewohnt.

Ich bin als “Lagerarbeiter” in der Versorgung eingeteilt, das bedeutet, dass ich die Zutaten für die Mensagerichte in die sechs Kühllager und die anderen Warenlager einsortieren helfe.

Zudem bin ich – momentan noch – beim Verleih tätig, das heißt wenn ihr (=Studenten an der UNI-KL) ein Auto oder eine Bohrmaschine ausleihen wollt werdet ihr mich vorfinden.

Mein Dienst endet um 15:30 Uhr, meine Mittagspause beginnt um 11:30 Uhr.

Aufmerksame Leser dieses Weblogs werden es schon wissen, alle anderen erfahren es jetzt: Ab nächster Woche bin ich Zivi. Dadurch schrumpft meine “Freizeit” um knapp neun Stunden/Tag, da ich aber vier Stunden früher aufstehen muss soll darf komme ich auf vier Stunden weniger. Mein Dienst beginnt um 7 Uhr morgens und endet um 16 Uhr. Dazwischen habe ich eine Stunde Mittagspause. Dazu kommen noch 45 Minuten Hin- und Rückfahrt – im Winter 1¼ Stunden.

Während den letzten vier Monaten habe ich einiges an Projekten begonnen, vieles schon abgeschlossen. Gerade in der letzten Woche sind noch einige Dinge hinzugekommen, die ich diese Woche unbedingt noch erledigen muss (es folgt eine der beliebten To-Do-Listen):

  • Inhalte für das snookerblog bereitstellen
  • Spielplan-Admin-Plugin für Textpattern und snookerblog programmieren
  • Umstrukturieren von klingeltonhilfe.de (Links entfernt, da Projekt aufgegeben)
  • Upgraden von yatil.de und snookerblog.de auf Textpattern Version RC4 RC5
  • Fertigschreiben meines radikal-politik Essays “Selbstvertrauen für Deutschland”
  • Übersetzen von 250 Zeilen des genialen Forensystems Vanilla (459 Zeilen hab ich schon) + Testarbeit Das hat sich erledigt, mehr gibt’s im Foreneintrag
  • -Umbauen des PCs meiner Schwester – aufgrund eines fehlenden AGP-Slots und einer miserablen Grafikkarte muss ich das Mainboard austauschen und eine neue Grafikkarte einbauen-

Also noch einiges zu tun diese Woche, ich hoffe, dass ich einige dieser Punkte schnellstmöglich abhaken kann.

Nach vielen Bewerbungse-mails und einigen Telefonaten habe ich nun – die Zeit wurde ja nun doch knapp – ein Zivi-Zuhause gefunden.

Meinen Dienst werde ich wohl an der Universität in Kaiserslautern antreten, und zwar ab August. Wer nun rechnen kann bemerkt sicher, dass dann der letzte Monat des Zivildienstes mit dem ersten Monat des Sommersemesters zusammenfällt. Allerdings werde ich durch geschickte Urlaubsplanung und ca. eine Woche unbezahlten Urlaub am Ende der Zivizeit doch rechtzeitig mein Informatikstudium beginnen können.

Mir wurde zwar eine Unterkunft angeboten, allerdings bin ich kein Fan von Gemeinschaftsduschen und -toiletten. Das bedeutet jedoch, dass ich jeden Tag die 30km von Leimen nach Kaiserslautern und wieder zurück fahren muss. Aber dafür ist mein Dienst um 16.00 Uhr zu Ende (beginn 7 Uhr) und es bleibt mir nachmittags noch etwas Zeit.

Morgen werde ich mir die Unterkunft nochmal anschauen und ein paar Worte mit dem dortigen Zivi wechseln um danach alles klar zu machen.

Viele werden sich jetzt – zurecht – fragen, was aus dem Wunsch nach einer größeren Stadt geworden ist. Nun, da sind zuerst einmal logistische Probleme, ein Vorstellungsgespräch ist gar nicht so einfach.

Zweitens gibt es viele Zivildienststellenanbieter, die auf Mails überhaupt nicht antworten oder, die mich für ein 15 minütiges „Bewerbungsgespräch“ nach München „einladen“ (Wenn ich gewusst hätte, dass neben mir noch 10 andere Bewerber für die zwei Stellen eingeladen wurden hätte ich mir die 58 Euro für den Zug gespart, naja).