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Gespräch

Gut, dass man nicht mehr Wahrgenommen wird, wenn man im MSS-Raum sitzt. Man kann dann nämlich von Schülern der MSS11 folgendes Gespräch belauschen:

Schüler 1: »Ey, hascht du mol große Blättcha?«

(Hinweis: Gemeint sind keine DIN-A4-Seiten.)

Schüler 2: »Näh, hab ich net.«

Schüler 1: »Oh, Monn.«

Schüler 2: »Wieviel Kilo haschtn debei?«

Schüler 1 (nestelt an seinem Geldbeutel): »Vieleicht kann ich ma jo selber welche kaafe…«

Schüler 2: »Kläb doch zwä klänne zomme.«

Schüler 1: »Zwä hab ich ma g’hol.«

Schüler 2: »Zwä Gramm?«

Schüler 1: »Jo. Äns hab ich geschdern Obend, zum innschlofe, geracht – ich durft’ jo nix saufe – und jetzt hab’ ich noch äns.«

Also über was da geredet wird ist eindeutig. Das dies in der Öffentlichkeit – zugegeben, bin ich als einziger Nicht-Elfer im Raum, nicht die breite Öffentlichkeit – geschieht hat mich allerdings ein Wenig sehr schockiert, vor allem weil mir das Drogenproblem an unserer Schule nicht so bekannt war. Vielleicht liegt es daran, dass ich aus einem behüteten Dorf komme und mit Drogen noch nie etwas zu tun hatte.

Jedenfalls scheinen die Drogenvorbeugungsmaßnahmen in und außerhalb der Schule nicht wirklich zu fruchten. Und ich denke, dass das keine Ausnahme mehr ist, weder an unserer Schule noch an anderen. Dies sollte uns alle anregen mehr auf unsere Umwelt zu achten um Drogenkonsum frühzeitig zu erkennen. Und das fängt schon – oder gerade – bei rauchenden Unterstuflern und Mittelstuflern an geht über das weit verbreitete »Komasaufen« und schließt Handysucht und exzessives Fernseh schauen und videospielen mit ein. Es darf nicht erst mit den »härteren« und »harten« Drogen beginnen.

Hinweis: Auch wenn ich gegen Drogenkonsum bin und ihn prinzipiell ablehne bin ich nicht darauf bedacht Schüler anzuschwärzen, vor allem da dies nicht meine Aufgabe ist. Das Problem ist allgemein bekannt und ich habe nur einen speziellen Fall genannt.

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