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Bald zurück.

Zwar gingen die zwei Monate wirklich vorbei wie im Flug, doch ich muss zugeben, dass so eine Lange Trennung von Familie und Freunden mir tatsächlich schwerer fällt als gedacht. Aber das heißt wohl einfach, dass mir was an euch liegt.

Am meisten freue ich mich meinen kleinen Neffen wiederzusehen, der wohl immer wenn er meine Mutter (also seine Oma) sieht “Is de Eric a do?” ruft. Es kann natürlich auch sein, das er nur nach einem Fußballspieler aus Ghana fragt.

Und wichtig sind mir auch noch zwei, mit denen ich nicht telefonieren konnte: Mein Auto und unser Hund. Gerade letzteren nicht sehen zu können ist schwierig, die Restfamilie hatte ich wenigstens mal am Telefon.

Damit ich aber ja nicht auf die Idee komme irgendwelchen Sentimentalitäten nachzuhängen, nachdem ich Samstag gegen 23.00 Uhr deutschen Boden betrete, habe ich mir ein knallhartes Programm vorgenommen. Dazu gehört, das ich am Montag abend um 19 Uhr bereits in Karlsruhe sein werde. Und nicht nur das. Ich werde auch in der Öffentlichkeit und vor Publikum einen Kurzvortrag zum Thema Mikroformate halten.

Dienstag und Mittwoch sind Halbfinals bei der WM, da werde ich (angesichts einer siegreichen deutschen Mannschaft) wohl durchfeiern.

Montag darauf, das ist dann schon der 10. Juli, bin ich dann wahrscheinlich in der schönen Stadt Trier an der Mosel, wo ich – aufpassen! – einen Kurzvortrag zum Thema Mikroformate halten werde. Richtig: Dort ist Webmontag!

Ansonsten bin ich den ganzen Monat frei, will aber auf jeden Fall bei meiner Zivistelle und meiner ehemaligen Schule vorbeischauen. Die darf sich jetzt übrigens “Gesundheitsfördernde Schule” nennen. Das finde ich ja toll. Gesundheitsförderndes, staatliches, naturwissenschaftliches Leibniz-Gymnasium Pirmasens.

Jetzt bin ich schon wieder nicht dazu gekommen was aus von Wien zu schreiben… Häng’ ichs einfach nochmal hier an:

Wien ist toll, die meisten hier sind supernett. Für die pfälzische Seele sogar zu nett und zu höflich: Man muss sich nicht jedesmal entschuldigen, wenn man mich versehentlich beim vorbeigehen streift, echt nicht. Auch nicht, wenn ich Fußball gucke. Erst recht dann nicht.

A propos Fußball. In Deutschland sind wohl alle aus dem Häuschen. Das hält sich hier eher in Grenzen. Das liegt wahrscheinlich daran, das die Österreicher schon zuhause sind und wir ohne Holland nach Berlin fahren.

Nach Berlin wollte ich ja auch. Campen. Also BarCamp. Also Campen mit Computern. Also was für Geeks. Aber September/Oktober bin ich aber leider in der falschen Hauptstadt, nämlich wieder hier in Wien. Das bringt mich aber wieder Geschickt zum Thema zurück.

Bei meinem Studium ist mir nicht wirklich viel gelungen, wie sollte es auch? Nach zwei Monaten quereingestiegen, zu vieles bei dem es hieß “Da hättest du dich aber Anfang März anmelden müssen.” Das ich Anfang März noch nicht immatrikuliert war interessiert da nicht. Naja, kommt Zeit kommt Semester.

Im siebten Stock bei ‘nem Gewitter zu wohnen ist übrigens ziemlich unheimlich. Das gilt vor allem, wenn man sieht, das die meisten Häuser um einen herum wesentlich kleiner sind als das “eigene”. Aber ich hab’s überlebt.

Im Moment ist es übrigens sehr heiß hier, also nicht in diesem Augenblick, sondern allgemeiner. “Heuer” würde der Österreicher sagen. Das ist so das Universalwort, wenn es um irgendwelche zeitlichen Relationen geht, die irgendwie “jetzt” einbeziehen. “Heuer wurde der Bär Bruno erschossen.” (= Heute) oder “Heuer wird ein heißer Sommer werden!” (= Dieser Sommer). Das kann manchmal ganz schön verzwickt sein, wenn es darum geht herauszufinden welches heuer denn nun gemeint ist.

Für Nicht-Österreicher ganz wichtig, wenn ihr mal hier seit: Statt “200 Gramm Hackfleisch” sagt man hier “20 Deka Faschiertes”. Ganz einfach, oder? Ich nehme mir mein Hackfleisch immer abgepackt…

Zum Abschluss noch eine Web 2.0-Sache, für die ich mich just heuer angemeldet habe: Das Studiverzeichnis listet Studierende aus ganz Europa, auch meine Seite findet man dort (aber wohl nur, wenn man angemeldet ist…).

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