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Qualitätsjournalismus bei Spiegel.de?

Anders ist es nicht zu erklären, dass bei jeder Erwähnung des Wortes „Jackson“ in Klammern einer seiner Hits angemerkt ist. Wahrscheinlich soll das den Redakteuren der Zeitungen eine gewisse Wahlfreiheit lassen.

Zitate: „In Japan tauchte der ehemalige Popmusiker Michael Jackson (“They don’t care about us”) für einen bizarren Kurzauftritt vor dort stationierten US-Soldaten auf.“, „Denn die Art der Stippvisite lässt vermuten, dass Jackson (“You Are Not Alone”) es ist, der auf Unterstützung angewiesen ist.“, „Zwei Stunden hatten die anwesenden US-Soldaten, ihre Familien und Gäste zuvor auf ihr Idol (“Heal the world”) gewartet.“, „Jackson (“Gone Too Soon”) war am vergangenen Sonntag in Japan gelandet […]“, „[Viele] Fans gaben rund 2600 Euro je Ticket aus, um Jackson (“Bad”) live […] zu erleben.“, „Im vergangenen Jahr hatte Jackson (“One more Chance”) seine Fans […] verprellt.“, „Seit seinem Freispruch […] lebt Jackson (“Stranger In Moscow”) fast völlig zurückgezogen.“

Das sind sieben Titel Jacksons in sieben Absätzen. Ich habe zwar journalistisch keine Ahnung, aber es fühlt sich einfach übertrieben an und nicht natürlich. Da bin ich beim Spiegel eigentlich besseres gewohnt.

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