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Die Passion Christi

Vorweg: Ich habe den Film nicht gesehen, werde ihn wohl auch net sehen und habe auch keine Lust ihn anzusehen, geschweige denn Geld dafür auszugeben.

Weshalb ich diesen Weblog-Eintrag trotzdem schreibe: Bei der Debatte im Speakers Corner der Netzeitung werden hauptsächlich ideologische »Argumente« an die Köpfe geworfen.

Versuchen wir doch einmal das Thema ganz realistisch zu sehen:

Das Leben (und Leiden) Jesu kann gar nicht realistisch wiedergegeben werden, da die wichtigen wissenschaftlichen Untersuchungen mehr als Lückenhaft sind. Zudem, wenn sich eine Kreuzigung unter römischer Besatzung zugetragen haben sollte, warum soll man so etwas grauenhaftes als Inhalt eines ganzen Films zeigen? Gibt es nicht wesentlich interessanteren Stoff biblischer Fiktion, der weniger blutig und stattdessen lehrreicher ist?

Muss ich mir wirklich ansehen, wie ein Schauspieler minutenlang ausgepeitscht wird? Nö.

Daraus ergibt sich die Frage: »Ist Die Passion Christi ein religiöses Splattermovie?«

Die Antwort ist wohl »Jein«. Für Leute die wirklich an alles glauben, was auch nur im entferntesten an Jesus erinnert wird der Film die Verfilmung von Christis Leiden sein. Für Normalgläubige wird der Film wahrscheinlich zu blutig sein. Sie werden eine Weitere Jesus-Verfilmung sehen, die sich eben nur dadurch auszeichnet.

»Ungläubige« werden sich den Film gar nicht angucken. Das ist auch besser so. Denn außer dem inner-filmischen Konflikt zwischen dem »guten Jesus« und den »Blutmassen« ist für den religiös uninteressierten genug Konkurrenz auf dem Markt.

In diesem Fall ist es halt so: Entertainment ist alles, Pseudo-realistisch ist nichts.

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